Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Analyse der Rentabilität, der Vermarktungswege und der Barrieren von Quinoa in Deutschland" (QuinoaRegio)

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Analyse der Rentabilität, der Vermarktungswege und der Barrieren von Quinoa in Deutschland" (QuinoaRegio). In dem Projekt wird die Wertschöpfungskette von Quinoa vom Anbau bis zum Konsum untersucht, um Potenziale und Barrieren für eine stärkere Etablierung der Kultur in Deutschland zu identifizieren.

Das Handlungsfeld "Kulturpflanzenvielfalt und Fruchtfolge" der Ackerbaustrategie (ABS) beschreibt das Ziel, das Kulturpflanzenspektrum bis zum Jahr 2030 auf mindestens fünf verschiedene Kulturpflanzen in der Fruchtfolge zu erhöhen. Eine erweiterte Fruchtfolge ist insbesondere vor dem Hintergrund der sich ändernden Klimaverhältnisse von besonderer Bedeutung. Das Handlungsfeld "Klimaanpassung" der ABS zielt zudem auf regionalspezifische Empfehlungen für einen an den Klimawandel angepassten Ackerbau ab. Im Zentrum des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "QuinoaRegio" steht die Analyse der Wertschöpfungskette von Quinoa in Deutschland. Quinoa weist eine hohe Hitze- und Trockentoleranz sowie eine hohe Stickstoffeffizienz auf. Die Ausweitung des Anbaus kann dazu beitragen, die Kulturartenvielfalt und die Resilienz der Anbausysteme gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen.

Im Projekt werden Erfahrungen und Herausforderungen landwirtschaftlicher Betriebe beim Anbau und bei der Vermarktung von Quinoa untersucht. Anhand von Klima- und Bodendaten werden geeignete Anbauregionen identifiziert und die Rentabilität von Quinoa im Vergleich zu herkömmlichen Feldfrüchten analysiert. Darüber hinaus betrachtet das Projekt das Potenzial von Quinoa für die verarbeitende Lebensmittelindustrie, die Vermarktung im Lebensmitteleinzelhandel sowie die Anforderungen und Zahlungsbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher. Daraus sollen geeignete Vermarktungswege sowie Kennzeichnungs- und Vermarktungsstrategien abgeleitet werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden für die landwirtschaftliche Praxis, Beratung, Politik und Öffentlichkeit aufbereitet. Hierzu sind unter anderem Praxismerkblätter, Erklärvideos, Checklisten und ein digitales Entscheidungstool vorgesehen. "QuinoaRegio" trägt damit dazu bei, Wissenslücken entlang der Wertschöpfungskette zu schließen und Grundlagen für eine stärkere Etablierung von Quinoa in Deutschland zu schaffen.

Das Vorhaben wird von der Technische Universität München durchgeführt.

QuinoaRegio ist am 01. September 2026 gestartet und endet am 31. August 2029.