Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Gerät steht im Weizenfeld FACE-Anlage (Free Air Carbon dioxide Enrichment) FACE-Anlage (Free Air Carbon dioxide Enrichment) am JKI-Standort Braunschweig-Bundesallee in einem Winterweizen-Versuch. Quelle: Lorenz Kottmann/JKI

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben FutureWheatProtein - "Stärkung der heimischen Eiweißversorgung durch Sicherung der Proteingehalte von Winterweizen unter zukünftigen Klimabedingungen"

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Stärkung der heimischen Eiweißversorgung durch Sicherung der Proteingehalte von Winterweizen unter zukünftigen Klimabedingungen" (FutureWheatProtein). Das Projekt erforscht, wie der Proteingehalt und die Backqualität bei in Deutschland angebautem Winterweizen unter zukünftigen Klimabedingungen sichergestellt werden kann.

Ziel des dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens FutureWheatProtein ist die Aufrechterhaltung des Proteingehalts von Winterweizen unter veränderten Klimabedingungen.

Dafür sollen vielversprechende Weizengenotypen für hohe Proteingehalte und Backqualität unter zukünftigen Klimabedingungen (insb. erhöhter CO2-Gehalt und Trockenstress) durch komplementäre Gewächshaus- und Freilandversuche identifiziert werden (inkl. QTL-Analysen). Die Freilandversuche werden auf einer sogenannten FACE (Free Air Carbon Dioxide Enrichment)-Anlage durchgeführt, wodurch die zu untersuchenden Sorten unter Realbedingungen bei zeitgleich simulierter zukünftiger CO2-Konzentration angebaut werden können.

Ergänzend dazu sollen die Züchtungsfortschritte im Klimawandel zum Proteinertrag und weiteren Qualitätsparametern unter Berücksichtigung des CO2-Düngeeffekts und weiterer abiotischer Stressoren mittels Sekundärdatenanalyse bewertet werden. 

Auf die zuvor generierten Daten und Erkenntnisse aufbauend sollen deutschlandweite zukünftige Proteinerträge mittels prozessbasierter Agrarökosystemmodelle bis zum Ende des Jahrhunderts modelliert und gezielte Anpassungsmaßnahmen inkl. Sortenwahl, Aussaatfenster, N-Düngestrategie und Bewässerung entwickelt und bewertet werden. 

Final sollen Handlungsempfehlungen zur effektiven Klimaanpassung für die landwirtschaftliche Praxis, Pflanzenzüchtung, Agrarpolitik und Wertschöpfungsketten erarbeitet werden. Das Projekt FutureWheatProtein leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Anpassung der Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels. 

Das Verbundvorhaben wird vom Julius-Kühn-Institut (FKZ: 2823ABS055) und der Universität Hohenheim (FKZ: 2823ABS056) durchgeführt. 

Das Projekt FutureWheatProtein startet am 01. April 2026 und endet zum 31. März 2029.