Forschungs- und Entwicklungsvorhaben HybridSquare - "Pflanzenbauliche Eignung von Winterweizenhybriden für das Anbausystem Gleichstand unter Einbeziehung klimatischer Faktoren und begrenzter Ressourcen"
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben: „Pflanzenbauliche Eignung von Winterweizenhybriden für das Anbausystem Gleichstand unter Einbeziehung klimatischer Faktoren und begrenzter Ressourcen“ (HybridSquare). Im Mittelpunkt des Projekts steht die Anpassung des Winterweizenanbaus an den Klimawandel durch die Weiterentwicklung des Anbausystems Gleichstandsaat. Dazu werden geeignete Hybridsorten unter verschiedenen klimatischen Bedingungen und bei reduzierter Stickstoffdüngung untersucht sowie eine robotergestützte Aussaattechnik entwickelt.
Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens HybridSquare wird das Anbausystem Gleichstandsaat für Winterweizen hinsichtlich seiner Eignung zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels untersucht. Dabei werden verschiedene Standortfaktoren wie Temperatur, Niederschlag, Trockenheit und Frost sowie eine reduzierte Stickstoffdüngung berücksichtigt, um die Leistungsfähigkeit und Resilienz des Anbausystems unter zukünftigen Klimabedingungen zu bewerten.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Auswahl geeigneter Winterweizenhybridsorten. Mithilfe klassischer sowie drohnengestützter Phänotypisierung werden Genotypen identifiziert, die sich besonders für das Anbausystem Gleichstandsaat eignen und gleichzeitig eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber abiotischem und biotischem Stress, insbesondere Trockenheit, aufweisen.
Darüber hinaus werden die Auswirkungen verschiedener Kombinationen aus Genotyp und Aussaatverfahren auf das Bestandsklima, die Krankheitsanfälligkeit sowie die Stickstoffeffizienz untersucht. Hierzu werden umfangreiche Klimadaten, unter anderem zu Luft- und Bodenfeuchte sowie Blattnässe, erfasst und unterschiedliche Pflanzenschutzstrategien bewertet. Ergänzend werden Proteingehalte analysiert, um Aussagen zur Stickstoffeffizienz der einzelnen Sorten im jeweiligen Anbausystem treffen zu können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung einer neuen, robotergestützten Aussaattechnik. Diese soll eine präzise Gleichstandsaat auch bei reduzierter Bodenbearbeitung und Direktsaat ermöglichen. Damit soll ein Beitrag zum Bodenschutz, zur Verbesserung des Bodenwasserhaushalts und des Bodenmikrobioms sowie zur Verringerung der Erosionsgefahr geleistet werden.
Das Vorhaben HybridSquare trägt damit zur Entwicklung klimaangepasster, ressourcenschonender und wirtschaftlich tragfähiger Anbausysteme bei und unterstützt die Erarbeitung regionalspezifischer Empfehlungen für eine an den Klimawandel angepasste Pflanzenproduktion.
Das Verbundvorhaben wird von den folgenden Institutionen durchgeführt:
- Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (FKZ: 2823ABS070)
Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz (JKI-AT)
Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen (JKI-SB)
Institut für Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (JKI-A) - Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (FKZ: 2823ABS071)
Das Projekt HybridSquare ist am 01. Mai 2025 gestartet und endet am 31. März 2029.
