Organisation der Wasserbereitstellung für die Bewässerung im Gartenbau
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert ein Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Organisation der Wasserbereitstellung für die Bewässerung im Gartenbau" (MuD WaMaGa). In dem Vorhaben soll demonstriert werden, wie auch in Phasen knapper Wasserverfügbarkeit möglichst bedarfsgerecht Wasser zur Verfügung gestellt und verteilt werden kann. Die BLE betreut das Vorhaben als Projektträger.
Der Klimawandel führt zu zunehmenden Trockenperioden und steigenden Anforderungen an die Bewässerung im Gartenbau. Gleichzeitig wächst der Nutzungsdruck auf die Ressource Wasser. Eine nachhaltige und abgestimmte Wasserbereitstellung wird daher immer wichtiger.
Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, die Wasserbereitstellung für die Bewässerung im Gartenbau so zu organisieren, dass den Gartenbaubetrieben auch in Phasen knapper Wasserverfügbarkeit möglichst bedarfsgerecht Wasser zur Verfügung steht. Hierzu werden Gartenbaubetriebe bei der Erstellung und Nutzung von betrieblichen Wassermanagementkonzepten unterstützt. In diesen werden geeignete Anpassungsmaßnahmen für eine bedarfsgerechte Bewässerung ermittelt. Auf der Basis der betrieblichen Wassermanagementkonzepte werden überbetriebliche Ansätze identifiziert und wenn möglich umgesetzt.
In dem Vorhaben soll die Zusammenarbeit zwischen Gartenbaubetrieben sowie weiteren relevanten Akteuren gezielt gestärkt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Aufbau langfristig bestehender Netzwerke, um die Interessen der Gartenbaubetriebe zu bündeln und langfristig zu sichern.
Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden systematisch aufbereitet und zielgruppengerecht in die Praxis übertragen.
Das Modell- und Demonstrationsvorhaben wird in verschiedenen Obst- und Gemüsebauregionen im Bundesgebiet (Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg) durchgeführt. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Institut für Betriebswirtschaft übernimmt die übergeordnete Koordination und Auswertung des Modell- und Demonstrationsvorhabens. Pro Modellregion wird eine Regionalkoordination die jeweils an dem Vorhaben teilnehmenden Demonstrationsbetriebe bei der Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, Verfahren und Erkenntnisse unterstützen.
Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit von
- dem Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (TI), Institut für Betriebswirtschaft als Gesamtkoordination (FKZ 2825ABS200),
- der LMS Agrarberatung GmbH als Modellregion Mecklenburg-Vorpommern (FKZ 2825ABS210) in Zusammenarbeit mit
- der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern Gartenbaukompetenzzentrum als Modellregion Mecklenburg-Vorpommern (FKZ 2825ABS220),
- der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Modellregion südliches Rheinland (FKZ 2825ABS230) und
- dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfuLG) als Modellregion Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg (FKZ 2825ABS240)
durchgeführt.
Die Projektnehmer werden durch assoziierte Partner aus den Bereichen Beratung, Bildung und Forschung sowie durch verschiedene in den Regionen ansässige Interessenorganisationen des Gartenbaus in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung der Maßnahmen und beim Aufbau eines bundesweiten Netzwerks für den Wissenstransfer unterstützt.
Das Vorhaben startete am 01. August 2026 und endet am 31. Juli 2030.
