Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Verschiedene Gerichte mit Proteinen Vielfalt auf dem Teller Die Vielfalt tierischer und pflanzlicher Proteine ermöglicht mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch. Quelle: Alexandr Kolesnikov/ Moment via Getty Images

Verbrauchende genießen Vielfalt auf dem Teller

Proteine sind essenziell für den menschlichen Organismus. Verbraucherinnen und Verbraucher können aus einer großen Palette von tierischen und pflanzlichen Proteinen wählen. 

Die Nutzung und Kombination verschiedener Proteine macht den täglichen Speiseplan vielfältig und bildet die Basis für eine ausgewogene Ernährung. Tierische Proteinquellen sind Fleisch und Fisch, Milch und Milchprodukte sowie Eier.

Pflanzliche Proteinquellen sind vor allem Hülsenfrüchte (beispielsweise Sojabohnen, Ackerbohnen, Erbsen, Linsen) und Nüsse oder Hirse. Diese bilden in vielen Fällen die Basis für vegetarische oder vegane Varianten tierischer Originale wie Würstchen, Hackfleisch oder Milch. Auch aus bestimmten Algen und Insekten sowie mit Hilfe biotechnologischer Verfahren wie Präszisionsfermentation oder Zellkultivierung können proteinhaltige Lebensmittel hergestellt werden. 

Für die Landwirtschaft in Deutschland hat die Produktion der pflanzlichen Proteinquellen Vorteile: Der Anbau von beispielsweise Hülsenfrüchten (Leguminosen) verbessert die Bodenfruchtbarkeit, indem sie Stickstoff aus der Luft binden und so den Bedarf an Düngemitteln reduzieren. Außerdem lockern Hülsenfrüchte die Fruchtfolge im Ackerbau auf und sind eine wertvolle Futterquelle für Nutztiere.

Verbraucher-Website des PIONEER-Netzwerks informiert über
alternative Proteinquellen

Unter dem Titel "Die Zukunft auf dem Teller – Nachhaltig. Gesund. Lecker." bündelt das Online-Angebot verständlich aufbereitete Informationen rund um neue Proteinquellen für die menschliche Ernährung. Ziel ist es, Orientierung zu geben und eine sachliche, faktenbasierte Auseinandersetzung mit alternativen Proteinen zu ermöglichen.

Ob Produkte aus Hülsenfrüchten, die Vorteile des Algen-Anbaus oder zellkultivierte Verfahren, die noch in der Entwicklung stecken – Verbraucherinnen und Verbraucher finden dort verschiedene alternative Proteinquellen mit ihren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten für einen ersten Überblick.

Ergänzt wird das Angebot durch Beschreibungen aktueller Forschungsprojekte im PIONEER-Netzwerk, die sich den verschiedenen Arten von Eiweißquellen und Lebensmitteln widmen. In diesem Netzwerk arbeiten derzeit 27 vom BMLEH geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der Zukunft der menschlichen Ernährung. Deren Projektergebnisse werden verständlich auf der Verbraucherseite aufbereitet. Mittels eines Aufklappmenüs erfahren Nutzerinnen und Nutzer beispielsweise mehr zu Luzernen als pflanzenbasierte Proteinquelle oder Lebensmitteln auf der Basis von Insekten wie etwa Grillen.

Gegliedert ist das Angebot in fünf verschiedene Themenwelten:

  • Pflanzliche Innovationen
  • Fermentierte Proteinquellen
  • Insektenbasierte Lebensmittel
  • Zellkultivierte Proteinquellen
  • Ansätze zur Akzeptanz und Nachhaltigkeitsförderung

Im PIONEER-Netzwerk arbeiten vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der Zukunft der menschlichen Ernährung. Im Mittelpunkt stehen alternative Proteinquellen und Lebensmittel, die eine nachhaltige Ergänzung zu klassischen tierischen Produkten bieten können. Gleichzeitig entwickeln und untersuchen die Projekte Herstellungsverfahren, die effizienter, ressourcenschonender und nachhaltiger sind. PIONEER wurde von der BLE (Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft und Programm zur Innovationsförderung des BMLEH) beauftragt. Als Projektträgerin begleitet die BLE PIONEER und unterstützen den Wissenstransfer.

Hier geht es zur Verbraucher-Website des PIONEER-Netzwerks

Aktuelle Online-Beiträge

Algen vom Bauernhof

In der fünften Folge des Podcast "Foodsteps: Nachhaltigkeitsstorys aus dem Bundeszentrum für Ernährung" dreht sich alles um die Alge. Landwirt Ulrich Averberg erzählt im Interview, wie er seinen Betrieb mit einer modernen Algen-Produktion für eine nachhaltige Zukunft fit macht.
https://www.bzfe.de/essen-und-zukunft/nachhaltigkeitsstorys/algen-vom-bauernhof

Pflanzliche Alternativen zu Fleisch – gesund und nachhaltig oder überflüssig?

Pflanzliche Alternativen zu Fleisch und Wurst sind längst keine Nischenprodukte mehr, sondern gehören für viele – egal, ob flexitarisch, vegetarisch oder vegan – mittlerweile zur täglichen Ernährung dazu.
https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/pflanzliche-alternativen-zu-fleisch 

Sind pflanzliche Fleischersatzprodukte besser für Klima und Umwelt?

Fleischerersatzprodukte, wie vegetarische oder vegane Burger-Patties oder "Wurst", werden bei Verbraucherinnen und Verbrauchern immer beliebter. Unter anderem deswegen, weil die Erzeugung der pflanzlichen Rohstoffe umwelt- und klimafreundlicher ist als die von Fleisch.
https://www.landwirtschaft.de/umwelt/klimawandel/rolle-der-landwirtschaft/sind-pflanzliche-fleischersatzprodukte-besser-fuer-klima-und-umwelt 

Werden Algen auch bei uns erzeugt?

Die Kultivierung von Algen ist in Asien schon lange ein etabliertes Geschäft. In Deutschland steht dieser Produktionsbereich noch ganz am Anfang.
https://www.landwirtschaft.de/wirtschaft/beruf-und-betrieb/trends-und-innovationen/werden-algen-auch-bei-uns-erzeugt

Weitere Medienangebote

Hülsenfrüchte in der Landwirtschaft

Das aktualisierte Pocket klärt anschaulich über den Wert von Hülsenfrüchten für die Landwirtschaft in Deutschland und für die eigene Ernährung auf – kompakt und einfach erklärt. Wie reichern Hülsenfrüchte den Boden mit wertvollem Stickstoff an? Können Sojabohnen auch in Deutschland angebaut werden? Warum sind Hülsenfrüchte für Rinder und Schweine so wichtig und wieso sollte man Bohnen in Salzwasser kochen?
https://www.ble-medienservice.de/huelsenfruechte-in-der-landwirtschaft.html 

Warum sind Hülsenfrüchte gut für den Boden?

Hülsenfrüchte sind als pflanzliche Eiweißquelle unverzichtbar für unsere Ernährung. Doch Erbse, Bohne und Co. schmecken nicht nur gut, sie haben auch positive Effekte auf landwirtschaftliche Böden.
https://www.youtube.com/watch?v=IU0d0HSI_i0