Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Forschungsvorhaben "Abbildung regionaler landwirtschaftlicher Stickstoffflüsse für die Gewässer- und Klimaschutzpolitik" (RELAS II)

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Abbildung regionaler landwirtschaftlicher Stickstoffflüsse für die Gewässer- und Klimaschutzpolitik" (RELAS II). Das Projekt beschäftigt sich mit dem Aufbau und Betrieb einer bundesweiten Datenbank und der darauf basierenden deutschlandweiten Modellierung von Stickstoff- und Phosphorflüssen zur Bewertung von Maßnahmen im Rahmen der Düngepolitik.

Die Ackerbaustrategie 2035 definiert Leitlinien und Handlungsfelder, die Perspektiven aufzeigen, wie Ackerbau zukünftig gestaltet werden kann. Das Handlungsfeld "Düngung" thematisiert das langfristige Ziel, die Düngeeffizienz zu erhöhen, Nährstoffüberschüsse zu verringern sowie schädliche Einträge in die Umwelt in Form von Treibhausgasen und Nährstoffauswaschung zu minimieren

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung und der Betrieb einer georeferenzierten Datenbank und die darauf basierende medienübergreifende Modellierung von Phosphor- und Stickstoffflüssen. Hierbei sollen regionsspezifische Betriebs- und Bewirtschaftungsstrukturen in die kleinskalige, flächendeckende Modellierung einfließen und so deren Einfluss auf landwirtschaftliche Emissionen abbilden. Die Datenbank und die darauf basierende Modellierung bieten somit eine Grundlage für die Ableitung von Politikmaßnahmen hinsichtlich der Gestaltung der Düngepolitik als auch der Erreichung der Klimaschutzziele für die Landwirtschaft.

Im Zentrum des Vorhabens steht die Weiterentwicklung des Modellverbunds AGRUM-DE. Die entwickelte Datenbank und die daran angekoppelten Modellsysteme ermöglichen die Erfassung eines bundesweiten Status quo und die Durchführung von Prognosen bzgl. der Entwicklung von Veränderungen im Phosphor- und Stickstoffkreislauf. Dies erlaubt frühzeitig eine Abschätzung der Wirksamkeit von Politikmaßnahmen in einem trägen System in dem Maßnahmenwirkungen erst zeitlich versetzt eintreten.

Darüber hinaus leistet die räumlich differenzierte Abbildung von Phosphor- und Stickstoffeinträgen in die Gewässer auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung anderer politischer Ziele wie z. B. die Grundwasserschutzziele nach europäischem Recht (Nitratrichtlinie bzw. Wasserrahmenrichtlinie), die Oberflächengewässerschutzziele und die Meeresschutzziele nach Meeresstrategierahmenrichtlinie. 

Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit von:

  • Johann Heinrich von Thünen-Institut (FKZ: 2825ABS001)
  • Forschungszentrum Jülich (FKZ: 2825ABS002) 
  • Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (FKZ:2825ABS003)

durchgeführt.

Das Projekt startete am 01. September 2025 und endet zum 31. Dezember 2027.