Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Stillende Frau in einem Café BZfE-Lunchtalk zur Weltstillwoche Quelle: NoSystemImages - E+ - getty images

BZfE-Lunchtalk zur Weltstillwoche: Werbung für Muttermilchersatzprodukte: Was ist erlaubt und was nicht?

Muttermilch ist die erste Wahl für die Ernährung des Babys und wird vom Gesetzgeber geschützt: Eine EU-Verordnung regelt die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten. Darüber klärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) am 02. Oktober 2025 von 12:00 bis 13:30 Uhr beim digitalen Lunchtalk auf.

Die Veranstaltung ist Teil des BZfE-Engagements zur Weltstillwoche, in der vom 29. September bis zum 05. Oktober 2025 das Motto "Du entscheidest. Nicht die Werbung" im Fokus steht.

Eltern sollen gut informiert und frei von kommerziellen Einflüssen über die Ernährung ihres Babys entscheiden können – unabhängig davon, ob sie stillen oder nicht. Die Vermarktung von industriell hergestellter Säuglingsanfangs- und Folgenahrung ist daher gesetzlich streng geregelt. Was ist erlaubt und was nicht? In einem 1,5-stündigen Expertinnen-Gespräch klären unter anderem die Kinder- und Jugendärztin Dr. Catharina Amarell sowie Utta Reich-Schottky, Gutachterin der Initiative Babyfreundlich, über folgende Fragen auf: Warum existieren Werbebeschränkungen für Muttermilchersatzprodukte? Welche gesetzlichen Regelungen gibt es, was kann man freiwillig tun? Wie lassen sich die Regelungen in Klinik und Praxis gut umsetzen? Eine Diskussion im Plenum rundet den Lunchtalk ab.

"Muttermilch ist nicht 1:1 zu ersetzen"

"Werbung für Flaschennahrung ist zu Recht streng reglementiert: Sie kann die Wahrnehmung beeinflussen und dazu führen, dass eine Frau sich gegen das Stillen und für die Flaschennahrung entscheidet. Dabei ist Muttermilch die erste Wahl für die Ernährung des Säuglings, sie passt sich seinem Bedarf an und ist nicht 1:1 zu ersetzen", sagt die neue Leiterin des Netzwerks "Gesund ins Leben", Dr. Constance Rybak. Das Netzwerk "Gesund ins Leben" ist im BZfE angesiedelt. Gemeinsam mit 54 Partnereinrichtungen der Weltstillwoche informiert das Netzwerk Fachkräfte und sensibilisiert sie dafür, sich nicht von kommerziellen Interessen beeinflussen zu lassen und unabhängig zu beraten.

Anmeldung zum Lunchtalk und Materialien

Anmeldungen zum digitalen Lunchtalk sind ab sofort online möglich. Zudem bietet das Netzwerk "Gesund ins Leben" eine Broschüre zum Thema Werbung für Muttermilchersatzprodukte, eine Selbstauskunft für stillfreundliche Kinder- und Jugendarztpraxen sowie ein Media-Kit für die Kommunikation rund um die Weltstillwoche an: www.gesund-ins-leben.de/weltstillwoche

Erscheinungsdatum: 17.09.2025