Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Grafik mit stilisiertem Regierungsviertel und Angabe von Zeit und Ort Tag der offenen Tür der Bundesregierung Quelle: Bundesregierung

Die BLE beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Zum Tag der offenen Tür hatte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) am 20. und 21.06.2026 eingeladen. Die BLE beteiligte sich am Dienstsitz des BMLEH in Berlin mit zahlreichen spannenden Projekten und Mitmachaktionen.

Digitalisierung – Zukunftsbetriebe für eine ressourceneffiziente und klimaschonende Landwirtschaft

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie stellte die BLE die drei Zukunftsbetriebe KERMIT, SAMSON und TRANSFORM vor, die zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung digitaler Technologien und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz für die landwirtschaftliche Praxis gefördert werden. So kann eine zukunftsfähige Landwirtschaft geschaffen werden, die Ressourceneffizienz, Klimaschutz, Tierwohl, Wettbewerbsfähigkeit sowie Nahrungsmittelsicherheit berücksichtigt.

Informations- und Koordinationszentrum Biologische Vielfalt: "Aus Liebe zur Vielfalt – aus Freude am Genuss"

Deutschland hat eine reiche Vielfalt an regionaltypischen Kulturpflanzen und Nutztierrassen – vom Braunvieh im Allgäu bis zu den Heidschnucken in der Lüneburger Heide. Auch Obst und Gemüse tragen oft einen Ortsnamen, wie das Bamberger Hörnchen oder das Teltower Rübchen. Doch viele dieser Sorten und Rassen sind vom Aussterben bedroht.

Unter dem Motto "Bewahren durch genießen – die Vielfalt unserer Regionen" konnten Besuchende Vielfaltsprodukte aus unterschiedlichen Regionen wie Teltower Rübchen und Brot aus alten Getreidesorten oder Wurst vom Schwäbisch-Hällisches Schwein verkosten und mehr über seltene, regionaltypische Sorten erfahren.

Ernährungsnotfallvorsorge

Einen persönlichen Vorrat an Lebensmitteln anzulegen, dafür gibt es auch in der heutigen Zeit trotz eines im Regelfall sehr zuverlässig funktionierenden Verteilersystems für Lebensmittel gute Gründe. Denn ein privater Vorrat stellt die persönliche Versorgungssicherheit in Krisenzeiten sicher – dies können schon ein längerer Stromausfall oder das witterungsbedingte Abgeschnittensein von der Lebensmittelversorgung durch Hochwasser oder Schnee sein. Die Kolleginnen und Kollegen der Ernährungsnotfallvorsorge stellten die private Vorsorge vor und präsentieren den Besuchenden ein Lagerregal mit einem Vorrat für 10 Tage mit den entsprechenden Lebensmitteln.

Alles zum Thema Selbstversorgung beim Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL)

Am Stand des BZL drehte sich alles um die Frage: Wie gut kann Deutschland sich selbst mit Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen versorgen? Anhand anschaulicher Infografiken erfuhren die Besucherinnen und Besucher, welche Produkte wir in Deutschland reichlich erzeugen und warum – und wo wir auf Importe angewiesen sind. Ihr Wissen konnten sie in einem Schätzspiel zum Thema Selbstversorgung testen sowie in einem interaktiven Quiz spannende Fragen rund um die Landwirtschaft beantworten.

Für ein persönliches Andenken sorgte eine Button-Aktion: Ob Traktor, Apfel oder Honigbiene – Besucherinnen und Besucher konnten sich ihr landwirtschaftliches Lieblingsmotiv aussuchen und direkt vor Ort ihren eigenen Magnet- oder Ansteck-Button herstellen. Für Kinder gab es die Möglichkeit, sich ihr Motiv mit Buntstiften auszumalen.

Zusätzlich wurde als weiteres interaktives Element ein Melk-Kuh-Modell in Lebensgröße angeboten. 

So konnten Besucherinnen und Besucher Landwirtschaft aus nächster Nähe zu entdecken – interaktiv, anschaulich und für die ganze Familie geeignet.

Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)

Zum Schwerpunkt Landwirtschaft waren unter anderem Betriebe aus dem Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau mit eigenem Stand vor Ort. Als Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) wurde das Netzwerk vom BMLEH initiiert und wird als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung vom Ministerium finanziert.

Stellvertretend für das Netzwerk gaben am Samstag Markus Schüler vom Florahof in Potsdam und Dr. Axel Böhme vom Biohof Schöneiche in Steinreich (Brandenburg) Einblicke in das Netzwerk, seine Ziele und ihre eigene Arbeit im Ökolandbau. Am Sonntag war Stefan Itter vom Hof Eiwels im hessischen Kirchberg am Info-Stand vertreten und berichtete aus seiner Praxis und von seinen Projekten.

Am Stand gab es zudem Verkostungen von Bio-Produkten, ein Samenquiz, Bastel-, Mal- und Spielaktionen für Kinder sowie die Einladung, Bio-Grüße in die Heimat zu schicken. Dafür standen gestaltete Postkarten und ein großer grüner Postkasten bereit. Alle Beteiligten freuten sich auf die Gespräche und den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern.

Gesunde Ernährung und mehr Bewegung mit IN FORM

Zwei IN FORM-geförderte Projekte zeigten unter dem gemeinsamen Motto "Regionale Vielfalt – Saisonal genießen", wie Ernährungskompetenzen praxisnah in der Bevölkerung vermittelt werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten dabei unterstützt werden, mit kleinen Änderungen ihren Ernährungsalltag gesünder, nachhaltiger und gleichzeitig auch günstiger zu gestalten – und das mit Freude und Genuss.

Gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) wurde gezeigt, wie eine gesunde Ernährung mit regionalem Obst und Gemüse bunte und abwechslungsreiche Vielfalt auf den Teller bringt.

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) "Regionale Vielfalt - Saisonal genießen"

Eine gesunde Ernährung mit regionalem Obst und Gemüse bringt eine bunte und abwechslungsreiche Vielfalt auf den Teller.

Unter dem Motto "Regionale Vielfalt – Saisonal genießen" brachte das BZfE beim Tag der offenen Tür 2026 die Themen gesunde Ernährung, regionale und saisonale Lebensmittel den Besucherinnen und Besuchern näher.

Sie erhielten vom BZfE wissenswerte Informationen und Tipps zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln sowie gesunde Ernährung.

Zudem bot der Stand Mitmach-Elemente wie ein Buzzer-Spiel für Jugendliche und Erwachsene sowie ein Radieschen-Rätsel für Kinder an – natürlich mit attraktiven Gewinnen.

Initiative "Zu gut für die Tonne!"

Mehr Lebensmittelwertschätzung, weniger Lebensmittelverschwendung: Dafür setzt sich die in der BLE angesiedelte BMLEH-Initiative Zu gut für die Tonne! (ZgfdT) ein. Auf dem Tag der offenen Tür des BMLEH gab sie alltagsnahe Tipps – von der Planung über den Einkauf und die Lagerung von Lebensmittel bis hin zur Resteverwertung.

Besuchende konnten außerdem ihr Wissen zum Thema Lebensmittelverschwendung testen und erhielten praktische Tools für den Alltag.

Erscheinungsdatum: 11.06.2026