Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Personengruppe in einem Park Interop-Netzwerktreffen: Digitaler Datenaustausch Teilnehmende des Vernetzungstreffens der vom BMLEH geförderten Verbundforschungsprojekte in Bonn Quelle: Henning Bente/BMLEH

Digitaler Datenaustausch: Zwischenbilanz bei den Projekten zur Interoperabilität entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette 

Mitte September 2026 kamen die elf vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten Verbundforschungsprojekte zur Verbesserung der Interoperabilität entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette erneut in Bonn zusammen.

Nach gut eineinhalb Jahren Projektlaufzeit, begleitet durch den Projektträger der BLE, bot das dritte Vernetzungstreffen Gelegenheit für eine Zwischenbilanz.

Die Projekte beschäftigen sich mit der Frage, wie die Interoperabilität digitaler Technologien in der Landwirtschaft und entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette verbessert werden kann. Hintergrund sind unter anderem fehlende Kompatibilitäten und uneinheitliche Standards zwischen digitalen Systemen und verschiedenen Herstellern. 

Ein zentrales Ergebnis der bisherigen Zusammenarbeit ist die Einrichtung von drei Arbeitsgruppen (AG), in denen die Beteiligten projektübergreifend gemeinsame Fragestellungen identifizieren und Lösungsansätze entwickeln. Im Fokus stehen die Themen "Datenräume, -plattformen und Schnittstellen", "Sensorik, Sensortechnik und Kommunikationstechnologie" sowie "Anwendungsorientierung und -spezifizierung". Im Rahmen des Vernetzungstreffens stellten die AGs ihre Ziele, Herausforderungen und jüngsten Aktivitäten vor.

Die bisherigen Arbeiten der Forschungsprojekte zeigen konkrete Ansätze für einen verbesserten Datenaustausch in der landwirtschaftlichen Praxis. So wurden erste Hubs und Dashboards entwickelt, über die Sensordaten gebündelt und bedarfsgerecht bereitgestellt werden können. Für eine nutzerzentrierte Entscheidungshilfe werden dann nur noch die jeweils benötigten Daten übertragen und ausgewertet. 

Die entwickelten Lösungen schaffen damit die Voraussetzungen, digitale Technologien schneller in die landwirtschaftliche Praxis zu überführen und betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten. Gleichzeitig lassen sich Datenaustausch und Arbeitsprozesse stärker automatisieren und dadurch Arbeitsabläufe vereinfachen und verlässlicher gestalten. In einer verbesserten Interoperabilität sehen die Projekte daher große Chancen für die landwirtschaftliche Praxis.

Gemeinsame Herausforderungen im Fokus

Die Veranstaltung wurde durch die Vorstellung des Projekts "Common European Agricultural Data Space", kurz CEADS, bereichert, das den Aufbau einer gemeinsamen Daten-Infrastruktur für Akteure im Agrar- und Food-Sektor vorantreibt. Damit wurde ein weiterer Impuls für die übergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit gesetzt.

Hintergrund

Im Rahmen der Bekanntmachung "Richtlinie zur Förderung der Interoperabilität in der Landwirtschaft bei Anwendungsfällen für die Außen- und Innenwirtschaft und entlang der Wertschöpfungskette" werden elf Verbundforschungsvorhaben mit rund 15,1 Millionen Euro seit 2024/2025 gefördert. Die Projekte werden von der BLE als Projektträger betreut. Die Geschäftsstelle Digitalisierung der BLE begleitet dabei auch die Aktivitäten zur Vernetzung und zum Wissenstransfer dieser Forschungsvorhaben.

Mehr dazu www.ble.de/digitalisierungsstrategie

Erscheinungsdatum: 17.09.2026