Europäische Initiative Healthy Diet for Healthy Life (HDHL) kündigt Knowledge Hub zum Thema Food Processing Policy Implementation Network an
Anfang Januar 2026 startet die europäische Forschungs- und Innovationsinitiative Healthy Diet for Healthy Life (HDHL) eine Bekanntmachung zur Teilnahme an einem transnationalen, multidisziplinären Knowledge Hub.
Ziel des Knowledge Hub ist es, ein Netzwerk zu etablieren, das die Rolle der Lebensmittelverarbeitung in gesunden und nachhaltigen Ernährungssystemen analysiert und Empfehlungen für Politik, Forschung und Praxis entwickelt.
Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen, wie Ernährungs-, Gesundheits-, Verhaltens-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften, sind eingeladen, ein interdisziplinäres und politikrelevantes Verständnis der Beziehung zwischen Lebensmittelverarbeitung, Gesundheit und nachhaltigen Ernährungssystemen zu entwickeln und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Forschende aus Deutschland können durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert werden.
Förderung
Die folgenden Organisationen beabsichtigen, den Knowledge Hub zu fördern:
- Belgien: Flanders Research Institute for Agriculture, Fisheries and Food (ILVO).
- Deutschland: Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stellt die Förderung für deutsche Forschende über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur Verfügung.
- Irland: Department of Agriculture, Food and the Marine (DAFM).
- Rumänien: National Qualifications Authority (ANC).
Forschende aus diesen Ländern können nationale Fördermittel erhalten. Forschende aus anderen Ländern sind ebenfalls eingeladen, ihr Interesse zu bekunden. Sie können ohne Förderung im Knowledge Hub mitwirken.
Thematische Schwerpunkte
Der Knowledge Hub wird sich auf die folgenden Themen konzentrieren:
- Typologien und Klassifikationen der Lebensmittelverarbeitung (z.B. NOVA-Klassifikation)
- Umwelt- und Gesundheitswirkungen von Verarbeitungsverfahren
- Ernährungsbezogene Folgen von Verarbeitung und Reformulierung
- Die Rolle der Lebensmittelverarbeitung für zukunftsfähige, gerechte und nachhaltige Ernährungsweisen
- Verbraucherverständnis und -wahrnehmung von verarbeiteten Lebensmitteln
- Politische und marktbezogene Einflussfaktoren auf die Lebensmittelverarbeitung
- Bedarf an Datenharmonisierung und methodische Lücken
Ziel des Knowledge Hub ist es, bestehendes Wissen zu synthetisieren, Fachkenntnisse zu koordinieren und umsetzbare Ergebnisse zu liefern, nicht jedoch, Primärforschung durchzuführen.
Bewerbungsverfahren und wichtige Fristen
Ab Veröffentlichung der Bekanntmachung können interessierte Forschende und Forschungsgruppen aus den beteiligten Ländern einen Expression of Interest (EoI) einreichen. Forschende aus anderen Ländern können ihre Teilnahme auf eigene Kosten bewerben.
- Expression of Interest: Bewerbungen müssen bis spätestens 5. Februar 2026, 14:00 MEZ eingereicht werden. Die Auswahl der Knowledge Hub-Teilnehmenden erfolgt im Anschluss durch ein externes, internationales wissenschaftliches Komitee.
- Kooperationsnetzwerk-Meeting: Ein verpflichtendes Treffen zur Ausarbeitung eines gemeinsamen Projektvorschlags wird am 1. April 2026 stattfinden. Alle für den Knowledge Hub ausgewählten Forschenden und Forschungsgruppen werden hierzu eingeladen. Der ausgearbeitete Projektvorschlag muss bis zum 21. Mai 2026 eingereicht werden. Dieser wird anschließend durch das Evaluierungskomitee bewertet, um eine endgültige Förderentscheidung zu treffen.
Weitere Informationen
Weitere Details finden zum Knowledge Hub Sie im Pre-Announcement.
Weitere Informationen zu HDHL finden Sie auf der offiziellen Webseite.
Bleiben Sie außerdem über die offizielle LinkedIn-Seite von HDHL auf dem Laufenden.
Kontakt
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Referat 325, Europäische Forschungsangelegenheiten, EMFAF
Stefanie Schumacher
Telefon: +49 228 6845-3232
E-Mail: stefanie.schumacher@ble.de
Maximilian Grimm
Telefon: +49 228 6845-2425
E-Mail: maximilian.grimm@ble.de

