Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Traktor bei der Gülleaufbringung auf dem Feld Maschinenvorführung in Nortrup: Organische Düngung zukunftsfähig gestalten Gülleausbringung mit Schleppschuhverteiler und eingebautem NIR-Sensor Quelle: BLE

Maschinenvorführung in Nortrup: Organische Düngung zukunftsfähig gestalten

Effizienter und nachhaltiger düngen mit Gülle: Das stand bei der Maschinenvorführung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Nortrup im Fokus. Die Projekte des von der BLE als Projektträger geförderten Bundesprogramms Nährstoffmanagement der Ackerbaustrategie 2035 waren dabei. 

Unter dem Motto "Organische Düngung – Logistik, Ausbringung, Aufbereitung" fand in Nortrup eine eindrucksvolle Maschinenvorführung statt. Rund 30 smarte Maschinen zur Gülleausbringung, Güllelogistik, Festmistausbringung und Gülleseparation wurden live im Einsatz gezeigt. Im Mittelpunkt standen innovative Technologien für ein effizientes, emissionsarmes und zielgerichtetes Nährstoffmanagement – ein Thema, das angesichts steigender Anforderungen an eine nachhaltige und klimafreundliche Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Rund 350 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Begleitend zur Maschinendemonstration bot eine Informationsschau umfassende Beratung und Austauschmöglichkeiten. Die drei Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD-Projekte) Säure+ im Feld, SlurryUpgrade und MuD NIRS präsentierten Projektinhalte und eine Auswahl ihrer bisherigen Ergebnisse in kurzen Projekt-Pitches und standen für den fachlichen Dialog zur Verfügung. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert die Vorhaben im Rahmen des Bundesprogramms Nährstoffmanagements der Ackerbaustrategie 2035 und werden begleitet von der BLE als Projektträger. An einem gemeinsamen Informationsstand erhielten Interessierte praxisnahe Einblicke in Verfahren zur Gülleansäuerung, Gülleaufbereitung und sensorbasierten Nährstoffausbringung mittels NIR-Technologie. 

Ein besonderes Highlight war die punktuelle Erfassung der Ammoniakkonzentration direkt im Anschluss an die Live-Ausbringung im Feld. Dies diente dazu, verschiedene Ausbringtechniken sowie die Anwendung angesäuerter Gülle punktuell miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse wurden anschließend im Veranstaltungszelt vorgestellt und mit großem Interesse diskutiert.

Eine Posterausstellung, verschiedene Anschauungsobjekte – darunter eine Ansäuerungseinheit, ein mobiler NIRS-Anhänger sowie die sogenannte Güllebar mit unterschiedlichen Aufbereitungsprodukten – veranschaulichten die technischen Möglichkeiten eindrucksvoll. Ergänzend wurden Videomitschnitte von Erfahrungsberichten und Interviews mit Landwirtinnen und Landwirten gezeigt, die die vorgestellten Verfahren bereits erfolgreich in der Praxis einsetzen.

Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den fachlichen Austausch und zeigte eindrucksvoll, wie moderne Technik und die Erprobung dieser Verfahren in praxisnahen MuD-Projekten zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft beitragen können.

Erscheinungsdatum: 11.09.2025