Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Pflanzen am Messestand Grüne Woche 2025 "Bio erleben" mit heimischen und regional angebauten Kräutern. Quelle: BLE

Bio erleben. Heimat genießen. Das BÖL in Halle 22a

In der Bio-Halle dreht sich alles um die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft. Hier sind große Bio-Verbände wie Demeter und Bioland vertreten. Der Fokus liegt dabei auf Regionalität und ökologischen Prinzipien. Zu den Hauptakteuren zählt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL), das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Das Motto des BÖL-Standes lautet: "Bio erleben. Heimat genießen." Hier präsentieren sich Erzeuger, Unternehmer, Forschungsteams und Vertreter der Bio-Wertschöpfungskette. Mit Einblicken, Mitmachaktionen und Informationen machen sie die Vorteile von Bio-Produkten erlebbar.

Am Stand vertreten sind zahlreiche Mitaussteller, darunter das Netzwerk der Demobetriebe, das Netzwerk der Verarbeitungsbetriebe sowie die Forschungsprojekte "reffiSchaf", "VORWERTS", „"NEUEWEGE" und "WKErBo".

Im Forschungsvorhaben VORWERTS wird die Anwendung von Mischkulturen aus Weizen und Körnerleguminosen in der Bio-Landwirtschaft untersucht. Ziel ist es, agrarökologische Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu optimieren und zu verbreiten. In den Forschungsprozess sind acht regionale Bio-Wertschöpfungsketten eingebunden. Das Projekt liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen und fördert transformatives Handeln. Es wird von der Universität Kassel begleitet und soll als Modell für zukünftige Reallabore dienen.

Im Rahmen des Projekts WKErBo wird der ökologische Anbau von Erbsen und Ackerbohnen für die Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie gefördert. Ziel ist die Entwicklung eines Fleischersatzprodukts aus diesen Hülsenfrüchten, das ohne Zusatzstoffe auskommt und ernährungsphysiologisch sowie sensorisch überzeugt. Das Projekt liefert praxisnahe Erkenntnisse zur Herstellung gesunder und geschmackvoller Produkte für Großküchen. Partner sind FiBL Deutschland e. V. und die Hochschule Fulda.

Das Projekt NEUE WEGE stärkt Wertschöpfungsketten, indem es ein Modell für einen Food Hub in Leipzig entwickelt. Dieser dient als Plattform für regional produzierte, nachhaltige Lebensmittel und fördert Kooperationen innerhalb der Wertschöpfungsketten. In einer Pilotphase arbeiten fünf Testkantinen mit den über den Hub bezogenen Produkten. Partner des Projekts sind die Universität Kassel-Witzenhausen, die ANSTALT für Koch- und Lebensmittelkultur Leipzig und die Stadt Leipzig.

Das Projekt reffiSchaf zielt darauf ab, eine Wertschöpfungskette für Lamm- und Schaffleisch aufzubauen und dabei die Ganztiernutzung zu berücksichtigen. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg werden Produkte wie Wurst entwickelt und ein Vermarktungskonzept erarbeitet, um Schaffleisch stärker auf dem Markt zu etablieren. Partner sind die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. (FÖL) sowie die Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH (FFG).