Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Salatfeld Salate Verschiedene Salate im Freilandanbau Quelle: Zakarov Evjeniy - stock.adobe.com

Leichte Sommerküche – Zeit für regionale Salate

Mit steigenden Temperaturen wächst die Lust auf leichte, erfrischende Gerichte. Die bunte Palette knackiger Salate aus regionalem Anbau bietet köstliche Abwechslung. Von Mai bis Oktober ist Hauptsaison für frische Salate aus deutschem Freilandanbau.

Nach Angaben des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft (BZL) wuchsen Salate 2017 auf etwa 14.650 Hektar (11,4 Prozent) der gesamten Freilandgemüseanbaufläche von rund 128.900 Hektar. Seit Jahren bedeutendster Vertreter ist der Eissalat mit rund 26 Prozent der Anbaufläche, gefolgt von Feldsalat mit 17 Prozent sowie Rucola, Romana- und Kopfsalat mit jeweils rund elf Prozent. Lollo-Salate, Eichblattsalat, Endivien und Radicchio teilen sich die restliche Anbaufläche. Im Bundesland-Ranking liegen beim Salatanbau Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern vorn: Auf diese Länder entfallen rund 82 Prozent der Anbaufläche.

"Mini-Salate" und neue Sorten im Trend

Während Rucola, Romana- und Feldsalat beim Anbau eine leicht steigende Tendenz verzeichnen, bleiben die Flächen der übrigen Salate recht konstant. Die Zuwächse bei Romanasalaten sind vor allem auf den steigenden Anteil von Salatherzen oder Mini-Salaten ("Little Gem") sowie neue Salate wie SalaRico®, eine Kreuzung aus Eisberg- und Romanasalat, zurückzuführen. Rucola liegt durch die italienische Küche seit Jahren als pikante Beilage im Trend. Feldsalat – als klassischer Wintersalat – hat in letzter Zeit auch für die Sommermonate leicht an Bedeutung gewonnen.

Convenience gewinnt an Bedeutung

Bei der Beliebtheit von Salaten spielt auch der Convenience-Aspekt eine große Rolle. Sogenannte "Ein-Schnitt-Salate" vom Typ Salanova®, bei denen ein Salatkopf nur durch einen Schnitt in seine Einzelblätter zerfällt, erleichtern die Zubereitung. Im Trend liegen auch Schnittsalate ("Babyleaf"), die als einzelne Blätter geerntet werden und oft Bestandteil von vorverpackten Mischsalaten sind.

Frischekick mit vielen Vitaminen

Aber egal welcher Salat auf dem Teller landet: Frisch geerntet, punktet er mit einem hohen Vitamin- und Ballaststoffgehalt und einem niedrigen Energiegehalt. Salat besteht zwar zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser, doch die meisten Arten enthalten viele Vitamine – allen voran die Vitamine A, B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin C. Der Vitamin C-Gehalt schwankt dabei zwischen 10 mg pro 100 g bei Endivien und 35 mg beim Feldsalat.

Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium sowie Ballaststoffe liefern die bunten Blätter ebenfalls. Die Eisengehalte sind nur bei Endivie und Feldsalat nennenswert. Diese beiden Salatarten enthalten auch mehr Kalium und Folsäure als andere. Als eher nährstoffarm gilt der milde Eissalat.

Vielfalt bei der Zubereitung

So vielfältig wie die Salate sind auch die Möglichkeiten ihrer Zubereitung. Sie lassen sich untereinander kombinieren, aber ebenso gut mit saisonalem Obst und Gemüse abwechslungsreich anrichten.

Zum Kopfsalat schmecken zum Beispiel Erdbeeren hervorragend. Das ist nicht nur farblich eine schöne Kombination – fein abgeschmeckt mit einem raffinierten Obstessig und frischen Kräutern ist der Salat ein Genuss für den Gaumen. Zusätzlich mit einigen klein geschnittenen Nüssen und einem Dressing mit Rapsöl liefert der Salat gleichzeitig viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Mit gebratenen Hähnchenfiletstreifen oder Käse wird das Ganze eine vollwertige Mahlzeit.

Des Weiteren lassen sich Reste in Salaten leicht weiterverwerten. Aus altbackenem Brot können Brotwürfel geschnitten und diese dann geröstet zum Salat gegeben werden. So sind einfach und schnell leckere sowie leichte Salate für die Sommerküche zubereitet.

Tipp: Achten Sie auf Frische und Qualität – Salat, Gemüse, Kräuter, Käse oder Fleisch aus regionaler Erzeugung haben keine weiten Wege und langen Lagerzeiten hinter sich. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt, regional und saisonal einzukaufen. Das stärkt die regionalen Erzeuger und wirkt sich positiv auf die Nachhaltigkeit aus.

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Erscheinungsdatum: 26.06.2018