Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Kompostmiete - sichtbar sind die unterschiedlichen Rottegrade Organische Düngung mit Kompost Quelle: iStock - constantgardener

Landwirtschaft heute: Richtig Düngen im Gemüsegarten

Zum Start der Gartensaison heißt es auszusäen und einzupflanzen. Entsprechend viele deutsche Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner erhoffen sich jedes Jahr eine üppige Ernte. Wer jedoch ansehnliches und geschmackvolles Gemüse aus dem eigenen Garten ernten will, muss in der Regel düngen. Aber welcher Dünger ist geeignet und wie viel braucht man?

Düngemittel sollten möglichst gezielt dem Bedürfnis der Pflanzen angepasst werden, teilt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) mit. Häufig wird im Hobbygarten eher zu viel gedüngt als zu wenig. Es gilt: Viel hilft nicht immer viel. Bundesweite Untersuchungen von Bodenproben haben gezeigt, dass der Großteil unserer Gartenböden regelrecht überversorgt ist; vor allem in Bezug auf Phosphor und Kalium, aber auch hinsichtlich Stickstoff.

Welche Nährstoffe benötigen Pflanzen?

Während Pflanzen Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff aus Luft und Wasser aufnehmen können, gibt es weitere wichtige Pflanzennährstoffe, die über den Boden aufgenommen und je nach Zustand zugeführt werden müssen. Das sind Stickstoff, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium und Schwefel. Hinzu kommen Spurenelemente wie Eisen, Kupfer oder Mangan.

Es ist wichtig, den Versorgungszustand des Gartenbodens zu kennen. Eine Standard-Bodenuntersuchung kann hier wichtige Erkenntnisse liefern und lässt sich auch um eine speziell auf die jeweilige Gartennutzung abgestimmte Düngeempfehlung erweitern.

Welcher Dünger soll es sein?

Organischer Dünger sind normalerweise pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Häufig handelt es sich um Abfallstoffe wie Kompost oder Mist, die wiederverwendet werden können. Auf diese Weise kommt es zu geschlossenen Kreisläufen. Diese Dünger entfalten ihre Wirkung langfristig und halten sich wesentlich länger im Boden als mineralische Dünger.

Mineralische Dünger enthalten meist leicht lösliche und damit schnell wirksame Nährstoffe. Sie zielen auf den momentanen Bedarf ab, eignen sich jedoch nicht in der Vorratsdüngung. Bei so genannten Depotdüngern handelt es sich um mineralische Dünger, die mit einer Hüllschicht ummantelt sind, wodurch die Nährstoffe langsam nach und nach freigesetzt werden. Diese Dünger verhalten sich ähnlich wie organische Dünger.

Detaillierte Informationen zum Düngen im Gemüsegarten stellt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) unter www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-erleben/garten-und-balkon/duengung-und-pflanzenschutz/richtig-duengen-im-gemuesegarten/ bereit. Der kostenlose BZL-Newsletter liefert Wissenswertes zu landwirtschaftlichen Themen und kann unter www.landwirtschaft.de/newsletter abonniert werden.

Erscheinungsdatum: 03.04.2018