Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Insektenhotel Insektenhotel Quelle: tektur - Fotolia.com

Landwirtschaft heute: Nützlinge im Garten

Nützlinge sind kleine Tiere mit großer Wirkung – und ausgezeichnete Gartenhelfer: Sie durchlüften den Boden, fressen Schädlinge, bestäuben Pflanzen und sorgen so für blühende Beete und reiche Ernte.

Regenwürmer fördern beispielsweise einen lockeren und durchlüfteten Boden. Im Garten machen sich auch viele schwirrende und krabbelnde Insekten nützlich. So bekämpfen Schlupf- und Grabwespen Schädlinge, indem sie ihre Eier in Blattläusen oder in den Raupen von Kohlweißlingen ablegen. Marienkäfer- und Florfliegenlarven fressen Blattläuse. Glühwürmchen beeindrucken in lauen Sommernächten nicht nur mit ihrem Leuchten, sondern sind auch effektive Schneckenjäger.

Rund 80 Prozent aller Pflanzen sind auf Insektenbestäubung angewiesen

Bei der Bestäubung von Pflanzen helfen neben Bienen und Hummeln auch Fliegen, Käfer, Wespen, Schmetterlinge und Motten. Sie sorgen dafür, dass Apfel-, Kirsch- und andere Obstbäume viele Früchte bilden.

Damit sich die nützlichen Insekten zu Hause fühlen, kann man ihnen in den Gartenecken kleine Reisig- oder Steinhaufen anbieten. Beliebte Futterpflanzen sind blühende Kräuter und Blütenstauden wie Margeriten, Schafgarbe und Kugellauch. Zum Überwintern benötigen viele Nützlinge Verstecke, wie die Borke alter Bäume und Herbstlaub. Es empfiehlt sich also, im Herbst nicht zu ordentlich beim Aufräumen im Garten zu sein. Wer ein Insektenhotel an einem sonnigen Platz aufstellt, bietet Nützlingen ebenfalls einen Brutplatz und Unterschlupf.

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Erscheinungsdatum: 20.03.2018