Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Gruppenfoto vor Roll-Up 2. Fachgespräch MuD Tierschutz Das Pressegespräch mit Friedrich-Otto Ripke (Präsident des Zentralverbandes der deutschen Geflügelwirtschaft e. V.), BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden, Beraterin Dr. Christiane Keppler und Legehennenhalter Ingo Mardink. Quelle: BLE

Zweites Fachgespräch MuD Tierschutz rund um die Legehennenaufzucht und -haltung

Seit 2017 werden in Deutschland keine kupierten Legehennen mehr eingestallt. In einem Fachgespräch am 11. April 2018 im LVR Landesmuseum Bonn wurden die Erfahrungen und Strategien der einzelnen Beteiligten vorgestellt.

Welche Rolle nimmt die BLE als Projektträger bei der Planung und Umsetzung von Projekten wie den Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) ein? Welche Voraussetzungen muss ein Vorhaben erfüllen, damit Fördergelder zum Einsatz kommen können? Wie tragen die MuD zur Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung bei? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Eröffnungsrede von Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Frank Lenz, Leiter des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) in der BLE, stellte das BZL näher vor: Welche Rolle wird dem BZL zukünftig im Wissenstransfer zukommen und wie können die Beteiligten in der Kette davon profitieren?

Guter Rat – Landwirte mit dem "MTool" beratend begleiten

Auf Basis von Tiergesundheitsplänen und Haltungsratgebern wurde das Managementtool (MTool) zur Verbesserung der Gesundheit von Legehennen entwickelt. Als Ergebnis einer MuD-Beratungsinitiative stehen Landwirten nun Beurteilungskarten, eine App und ein mit vielen Fotos ausgestattetes Handbuch zur Verfügung.

Beraterin Dr. Christiane Keppler, die das MTool maßgeblich entwickelt hat und Erfahrungen aus dem Vorläuferprojekt der Universität Kassel einbrachte, berichtete über die Beratungsinitiativen und die Netzwerke Demonstrationsbetriebe zur Vermeidung von Federpicken in den MuD Tierschutz, die die Landwirte bei der Haltung unkupierter Hennen begleiten.

Neue Wege für mehr Tierwohl – was passiert im Hühnerstall?

Wie funktioniert die Aufzucht von Junghennen und was muss berücksichtigt werden, wenn der Schnabel lang bleibt? Wie geht es in der Legehennenhaltung mit den Hühnern weiter? Wie kann der Mehraufwand dem Kunden vermittelt werden, der an der Ladentheke mehr für ein Ei einer unkupierten Henne zahlen muss? Drei Betriebsleiter berichteten von ihren Erfahrungen als Demonstrationsbetrieb.

Podiumsdiskussion: Schafft Wissen den Transfer vom Hörsaal bis zur Ladentheke?

In der Podiumsdiskussion am Nachmittag kamen unter anderem Prof. Dr. Ute Knierim, Universität Kassel, Dr. Katharina Kluge, BMEL, und Ludwig Diekmann, Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Projektverantwortlicher der Beratungsinitiative Legehennenhaltung in Niedersachsen, zu Wort.

Diskutiert wurde zum Beispiel darüber, welche Modellvorhaben noch sinnvoll wären und wie man den Mehraufwand und damit den höheren Preis für das Produkt dem Verbraucher erklären kann. Topagrar-Chefredakteur Dr. Ludger Schulze Pals führte durch den Tag.

Weitere Informationen

www.mud-tierschutz.de/2-fachgespraech-mud-tierschutz/.

Erscheinungsdatum: 15.03.2018