Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Gartenmöbel aus Holz Gartenmöbel aus Holz Quelle: monropic - stock.adobe.com

Forstwirtschaft heute: Klimahelden Wald und Holz

Ob die Blockflöte zu Weihnachten oder der Gartenstuhl im Sommer – beim Kauf von Holzprodukten sollte darauf geachtet werden, dass diese nachhaltig erzeugt wurden. Doch wie herausfinden?

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) empfiehlt:

  • Auch bei Holz zählt Regionalität: Kaufen Sie Produkte aus heimischen Hölzern wie Ahorn, Buche, Eiche, Erle, Esche, Kirsche, Nussbaum, Fichte oder Kiefer. Holz aus Deutschland hat die kürzesten Transportwege und ist garantiert nachhaltig. Fragen Sie im Zweifel den Händler oder Verkäufer nach der Holz-Herkunft. Wer mit Holzprodukten handelt sollte sagen können, wo sein Holz herstammt.
  • Auf Siegel achten: FSC oder PEFC-Siegel stehen für anerkannte Zertifizierungssysteme. Sie bestätigen eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und den legalen Holzeinschlag.
  • Vorsicht bei Exoten: Einige exotische Hölzer stehen nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen CITES unter besonderem Schutz und dürfen nur mit strengen Auflagen gehandelt werden. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf beim Bundesamt für Naturschutz, ob das gewünschte Holz unter Schutz steht. Bei besonders günstigen Angeboten lassen Sie im Zweifel eine Holzprobe im Thünen-Kompetenzzentrum für Holzherkünfte testen.

Übrigens: Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist bewaldet. Das sind 11,4 Millionen Hektar. Mit 3,7 Milliarden Kubikmetern Gesamtvorrat am Holz steht im deutschen Wald mehr Holz als in jedem anderen Land der Europäischen Union. Unsere Wälder speichern eine enorme Menge an Kohlenstoff. Und sie entziehen der Atmosphäre große Mengen an Kohlendioxid. Wird das Holz der Bäume genutzt, bleibt die Wirkung als Kohlenstoffspeicher erhalten.

Weitere Informationen stellt das BZL unter www.ble.de/verbraucher bereit. Der kostenlose BZL-Newsletter kann unter www.ble.de/bzl-newsletter abonniert werden.

Erscheinungsdatum: 03.11.2017