Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Kirschen am Baum Kirschbäume Kirschen Quelle: Christopher Boswell - Fotolia.com

Gartenbau heute: Wie die Kirschernte gut ausfallen kann

Die Kirschbäume sind in diesem Jahr geplagt: Spätfröste im Frühjahr haben den Kirschblüten und ersten Fruchtansätzen sehr zugesetzt.

Im Sommer treten zudem vermehrt Probleme durch die Kirschessigfliege auf, die gesunde Früchte am Baum befällt und ungenießbar macht. Vor allem Kirschen, Brombeeren und Heidelbeeren sind von dem Schädling betroffen, der aus Asien stammt und seit 2008 in Deutschland vorkommt.

Wie können Pflanzen im eigenen Garten geschützt werden?

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) empfiehlt, die Kirschbäume und Beerensträucher im heimischen Garten mit feinmaschigen Netzen (0,8 x 0,8 Millimeter Maschenweite) zu schützen. Für eine lange Haltbarkeit sollte ein Kulturschutznetz aus UV-beständigem Material gewählt werden. Mit diesen Netzen, die im Fachhandel für Gartenbau erhältlich sind, können auch andere Schädlinge und Vögel ferngehalten werden. Übrigens: Auch in Obstplantagen werden diese Netze sowie spezielle Hagelschutznetze eingesetzt.

Kompromiss: Konsequent durchpflücken

Wer seine Bäume und Sträucher nicht einnetzen möchte, sollte dennoch besonderen Wert auf die Hygiene im Garten legen. Reife Früchte sollten täglich geerntet werden. Bereits faulende oder abgefallene Früchte müssen ebenfalls konsequent eingesammelt und in einem Plastikbeutel verpackt für einige Tage in die pralle Sonne gelegt werden. Dadurch sterben eventuell vorhandene Eier und Maden der Kirschessigfliege ab. Erst danach sollten die Früchte auf dem Kompost entsorgt werden.

Weitere Informationen zur heutigen Landwirtschaft stellt das BZL unter www.ble.de/BZL bereit. Der kostenlose BZL-Newsletter liefert Wissenswertes zu landwirtschaftlichen Themen und kann unter www.ble.de/bzl-newsletter abonniert werden.

Erscheinungsdatum: 25.07.2017