Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Bienen auf Waben Imkerei Quelle: www.oekolandbau.de, BLE, Foto: Dominic Menzler

Neonicotinoide - ein Risiko für Bienen

Eine aktuelle Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft die Mehrzahl der Anwendungen von neonicotinoidhaltigen Pestiziden als Risiko für Honig- und Wildbienen ein. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) stellt die Studie auf www.landwirtschaft.de vor.

Neonicotinoide sind hochwirksame und weit verbreitete Insektizide. Sie gefährden jedoch Bienen, so dass schon länger über Verbote diskutiert wird.

Die meisten Anwendungen von neonicotinoidhaltigen Pestiziden sind laut EFSA ein Risiko für Honig- und Wildbienen. Das geht aus einer Ende Februar 2018 veröffentlichen Studie hervor, in der die EFSA das Risiko der Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxan für sogenannte Nichtzielorganismen neu bewertete.

Die EFSA aktualisierte und bestätigte damit weitestgehend ihre Ergebnisse von 2013. Schon damals hatte die Behörde Risiken für Bienen identifiziert, woraufhin die EU die Nutzung dieser drei Wirkstoffe stark einschränkte. Im Unterschied zu 2013 hatte die EFSA in der neu vorgelegten Bewertung neben Honigbienen nun auch Wildbienen in die Datenerhebung mit einbezogen.

Die EU-Kommission hatte zunächst die Neubewertung der EFSA abgewartet und wird nun ab Ende März beraten, ob die bestehenden Beschränkungen für Neonicotinoide weiter verschärft werden. Nach den neuen Schlussfolgerungen sind weitreichendere Verbote sehr wahrscheinlich.

Erscheinungsdatum: 08.03.2018