Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Bühneninterview Perspektiven für die deutsche Aquakultur im internationalen Wettbewerb V .l. Suitbert Schmüdderich (COFAD Beratungsgesellschaft), Dr. Volker Ebert (AFC Consulting Group) und Moderator Marco Seiffert auf der Grünen Woche in Berlin. Quelle: BLE

Perspektivstudie für die deutsche Aquakultur jetzt online

Am 22. Januar 2018 wurden die Ergebnisse der Studie "Perspektiven für die deutsche Aquakultur im internationalen Wettbewerb" auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin vorgestellt.

Mit dem Ziel, die Gründe für die derzeitige Stagnation der deutschen Aquakultur vollumfassend zu analysieren, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger der BLE (ptble) die Durchführung einer Studie über die Perspektiven für die deutsche Aquakultur im internationalen Wettbewerb in Auftrag gegeben.

Während die Aquakultur weltweit als der am stärksten wachsende Bereich der Nahrungsmittelproduktion gilt, ist in Deutschland eine Stagnation dieses Sektors zu beobachten. Hierfür führt die Studie ein breites Spektrum an Gründen an, wie zum Beispiel

  • ungünstige rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere im Umwelt-, Wasser- und Baurecht,
  • unfairer Wettbewerb mit ausländischen Anbietern, die unter anderem von Subventionen, geringeren Auflagen oder Abgaben profitierten,
  • unzureichende und teilweise zersplitterte Forschung,
  • schlechtes Image,
  • Fehlinformation der Verbraucher (beispielsweise hinsichtlich des Antibiotikaeinsatzes) oder
  • negative Einflüsse von Prädatoren.

Die Ergebnisse der "Perspektivstudie Aquakultur" können dazu dienen, Schwachstellen der deutschen Aquakultur zu erkennen und zu beheben.

Die Studienergebnisse wurden am 22. Januar 2018 in der BMEL-Sonderschau "Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft" auf der IGW in Berlin präsentiert. Die Kurzfassung und die Langversion der Studienergebnisse stehen Interessierten ab sofort online zur Verfügung.