Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Hochträchtige Ziege Ziege Hochträchtige Ziege Quelle: goldencow_images - stock.adobe.com

Bekanntmachung zur Vermeidung der Schlachtung

Zum Thema "Machbarkeitsstudie über die Vermeidung der Schlachtung hochträchtiger Schafe und Ziegen" benötigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) externe Entscheidungshilfe. Am 15. Dezember 2017 hat die BLE als zuständiger Projektträger (ptble) dazu eine Bekanntmachung veröffentlicht.

Die gesetzliche Regelung des Verbotes der Abgabe hochträchtiger Säugetiere zum Zweck der Schlachtung im Tiererzeugnisse-Handels-Verbotsgesetz enthält unter anderem Ausnahmen für Schafe und Ziegen.

In der Begründung des Gesetzes ist dazu ausgeführt: "Schafe und Ziegen sind von dem Abgabeverbot ausgenommen. Die Haltungsverfahren und sonstigen Rahmenbedingungen sind grundlegend anders als im Bereich der Haltung von zum Beispiel Rindern und Schweinen. Schafe und Ziegen werden in Deutschland üblicherweise extensiv gehalten, die Abläufe sind insgesamt weniger standardisiert, weniger vorhersehbar und stärker von externen Faktoren wie zum Beispiel der Witterung abhängig.

Unter anderem erfolgt bei Rindern und Schweinen in über 90 Prozent der Fälle die Belegung durch künstliche Besamung, so dass mit hoher Genauigkeit festgestellt werden kann, ob ein Tier sich im letzten Drittel der Trächtigkeit befindet. Bei der üblichen extensiven Haltung von Schafen und Ziegen laufen hingegen die Zuchtböcke, abhängig von der Brunstform (saisonal, asaisonal), über einen Zeitraum von vier bis zwölf Monaten in der Herde mit. Daher ist es schwieriger, festzustellen, ob sich ein Tier im letzten Drittel der Trächtigkeit befindet."

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