Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Landwirt mit Ferkel auf dem Arm Ferkel Landwirt mit Ferkel auf dem Arm Quelle: Stramyk Igor - stock.adobe.com

Bekanntmachung zur Ferkelkastration

Zum Thema "Studien zur Wirksamkeit der Schmerzausschaltung durch Lokalanästhesie bei der Ferkelkastration" benötigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) externe Entscheidungshilfe. Am 15. Dezember 2017 hat die BLE als zuständiger Projektträger (ptble) dazu eine Bekanntmachung veröffentlicht.

Mit der Änderung des Tierschutzgesetzes vom 4. Juli 2013 wurde die Kastration von unter acht Tage alten Ferkeln neu geregelt und die betäubungslose Ferkelkastration ab dem 1. Januar 2019 verboten. Ab diesem Zeitpunkt muss bei der chirurgischen Ferkelkastration eine wirksame Schmerzausschaltung sichergestellt werden. Seit Herbst 2016 wird zunehmend auch die Möglichkeit der chirurgischen Ferkelkastration unter Lokalanästhesie diskutiert. Jedoch ist umstritten, ob die Lokalanästhesie bei der chirurgischen Ferkelkastration zu einer wirksamen Schmerzausschaltung oder lediglich zu einer Schmerzreduzierung führt.

Insgesamt reicht der derzeitige Kenntnisstand noch nicht aus, um valide Rückschlüsse im Hinblick auf die Durchführung der chirurgischen Ferkelkastration unter Lokalanästhesie und insbesondere über die Sicherstellung einer wirksamen Schmerzausschaltung bei den betroffenen Tieren ziehen zu können. Es sind daher entsprechende Untersuchungen bei Ferkeln erforderlich, um zu klären, ob es sich bei der chirurgischen Ferkelkastration unter Lokalanästhesie um ein geeignetes, auch über den 1. Januar 2019 hinaus in Deutschland rechtskonformes Verfahren handelt.

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