Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Wengé-Holz Wengé-Holz Das beschlagnahmte Wengé-Holz. Quelle: BLE

Urteil zum illegalen Wengé-Holz aus dem Kongo

Seit Juli 2017 ist das Urteil zum illegalen Wengé-Holz aus dem Kongo rechtskräftig. Die BLE war berechtigt, die betroffenen Lieferungen nach den Vorschriften des Holzhandels-Sicherungs-Gesetzes zu beschlagnahmen.

Im Oktober 2013 hatte die BLE zwei Lieferungen von je 20 sowie 16 Wengé-Holzstämmen aus der Demokratischen Republik Kongo beschlagnahmt und eingezogen. Die Beschlagnahme erfolgte aufgrund von Auffälligkeiten in den Ursprungszertifikaten, die zum Nachweis des legalen Ursprungs vorgelegt werden müssen.

Die Auffälligkeiten begründeten zunächst den hinreichenden Verdacht, dass es sich bei den Dokumenten um Fälschungen handelte. Diese Auffälligkeiten konnten von den Importeuren im weiteren Verlauf der Ermittlungen nicht ausgeräumt werden.

Klage der Importeure abgewiesen

Gegen die Beschlagnahme legten die Importeure Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln ein. Die zuständige 13. Kammer wies die Klage nach mündlicher Verhandlung am 1. Juni 2017 ab. Mit seiner Argumentation folgte das Gericht der Auffassung der BLE und ging ebenfalls von einer Fälschung der Dokumente aus.

Damit war die BLE berechtigt, die betroffenen Lieferungen nach den Vorschriften des Holzhandels-Sicherungs-Gesetzes zu beschlagnahmen. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Die BLE wird das Holz in Kürze versteigern lassen und den Erlös zu Gunsten der Bundesrepublik Deutschland einziehen.

Wengé-Holz

Die Wengé ist ein mittelgroßer Baum und wächst im tropischen Regenwald. Sie gilt als gefährdet. Das Holz ist sehr dunkel, hart, schwer und witterungsfest. Es wird für Möbel, Türen, Treppen und als Parkett verwendet.

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