Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für Europäische Agrarerzeugnisse

Durchführung der Programme

Zuständige Stelle

Die Einhaltung der vorgesehenen Regelungen wird von der zuständigen Stelle überwacht. Sind an einem Programm mehrere Länder beteiligt, ist die zuständige Stelle eine andere Stelle als für ein Programm, bei dem nur ein deutscher Antragsteller beteiligt ist.

a) Mehrländerprogramme

Zuständige Stelle für alle Belange, die die Abwicklung und Abrechnung von Mehrländerprogrammen betreffen, ist die Exekutivagentur für Verbraucher, Gesundheit, Landwirtschaft und Lebensmittel (CHAFEA). Alle weiteren Informationen gibt es auf der Internetseite der Europäischen Kommission: Absatzförderung von Agrarerzeugnissen - Kampagnen.

b) Einzellandprogramme

Zuständige Stelle für alle Belange, die die Abwicklung und Abrechnung von Einzellandprogrammen betreffen, ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 512.

Die Aufgaben der Zuständigen Stelle sind:

  • Kontrolle der Auswahl der von der vorschlagenden Organisation ausgewählten Durchführungsstelle
  • Vertragsabschluss
  • Vorschusszahlung
  • Zahlung der jährlichen Ausgaben
  • Kontrollen

Vorschusszahlung

Eine Vorschusszahlung ist in Höhe von 20 Prozent des Gesamt-EU-Anteils der Kampagne möglich. Dafür ist eine Sicherheit in Höhe des Vorschusses zu leisten.

Berichte, Zwischen- und Schlusszahlungen

Zwischenzahlungen werden innerhalb von 60 Tagen nach Beendigung eines Programmjahres bei der zuständigen Stelle beantragt.

Nachweis der Kosten:

  • a) Beträgt der finanzielle Beitrag der EU zu den tatsächlichen Kosten der Kampagne mindestens 750.000 Euro und der Betrag der EU zu den Kosten, die als Zwischenzahlung beantragt werden, mindestens 325.000 Euro, so ist eine Bescheinigung über die entstandenen Kosten vorzulegen. Diese wird von einem zugelassenen externen Rechnungsprüfer ausgestellt.
  • b) Falls die in Punkt a) genannten Beträge unterschritten werden, sind die entstandenen Kosten durch Kopien der Rechnungen nachzuweisen.

In Form von Vorschuss- und Zwischenzahlungen können 90 Prozent des maximalen finanziellen Gemeinschaftsbeitrages gewährt werden.

Die Schlusszahlung ist innerhalb von 90 Tagen nach Abschluss der Kampagne zu beantragen. Der Antrag enthält eine Evaluierung und die Ausgabenbelege.

Die Restzahlung erfolgt nach Vorlage eines Abschlussberichtes, einer Evaluierung und der Vorlage der Ausgabenbelege.

Blätterfunktion

Inhalt des Dossiers

  1. Gesetzliche Grundlagen
  2. Antragsverfahren
  3. Durchführung der Programme
  4. Fragen und Antworten
  5. Internetangebote genehmigter Programme