Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Forschungskooperationen zu Welternährung

Das BMEL fördert den Aufbau von Forschungskooperationen für Welternährung zwischen Agrarforschungseinrichtungen in Partnerländern und in Deutschland.

Ziel des Programms ist neben der Förderung von Forschung auch der nachhaltige Aufbau internationaler Partnerschaften und die Leistung eines relevanten Beitrags deutscher Forschungseinrichtungen zum "Capacity Development" in Partnerländern.

Im Rahmen der Nutrition Bekanntmachung von 2013 werden derzeit insgesamt acht Forschungsprojekte gefördert, welche sich mit der Verbesserung der Ernährung durch Diversifizierung der Landwirtschaft befassen. Partner sind Forschungsinstitutionen und Universitäten im östlichen und südlichen Afrika, die mit den deutschen Zuwendungsempfängern zusammenarbeiten. In allen Projekten werden:

  • partizipative, transdisziplinäre Forschungsansätze, welche die Bedürfnisse und Ideen der Kleinbauern berücksichtigen, benutzt,
  • lokale Ernährungsgewohnheiten sowie Zusammenhänge zwischen einer vielfältigen Ernährung und einer hohen Kulturpflanzenvielfalt im Anbau analysiert,
  • Innovationen bezüglich diversifizierter Anbausysteme und verbesserter Ernährungsformen besonders für arme Bevölkerungsgruppen entwickelt,
  • lokale Wertschöpfungsketten für landwirtschaftliche Erzeugnisse weiterentwickelt.

Details zu den acht laufenden, nachfolgend aufgeführten Forschungsprojekten sowie zwei weiteren internationalen Forschungskooperationen zur Aflatoxinproblematik und Ebolavirusforschung in Westafrika sind in der Übersicht oder auch unter FISA online einsehbar:

Übersicht über aktuell geförderte Projekte
BMEL - Forschungskooperationen für Welternährung (FISA online)

Im Rahmen der Bekanntmachung von 2016 "Innovative Ansätze zur Verarbeitung lokaler Lebensmittel in Subsahara-Afrika und Südostasien, die zu einer verbesserten Ernährung beitragen sowie qualitative und quantitative Verluste reduzieren", wurden von 31 eingereichten Projektskizzen insgesamt 16 Skizzen durch externe Gutachter als förderfähig eingestuft. Vier Projekte befinden sich in der Phase der Antragstellung.

Im Rahmen von afrikanisch-europäischen Forschungskooperationen hat das BMEL die Mitgliedschaft in der FNSSA (Food and Nutrition Security and Sustainable Agriculture) Working Group der AU-EU-Partnerschaft vom BMBF übernommen. Die BLE hat neben dem DLR die Aufgabe der Projektträgerschaft bei der ERA-NET LEAP-Agri Bekanntmachung übernommen.