Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP)

Die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Innovationskraft der deutschen Landwirtschaft im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung zu verbessern.

Ideen aus der Forschung und Entwicklung finden als neue oder verbesserte Produkte und Verfahren ihren Eingang in die landwirtschaftliche Praxis. Diese Phase am Ende des Innovationsprozesses ist jedoch durch verschiedene Hemmnisse erschwert. Hierzu zählen

  • fehlendes Kapital bei der Markteinführung,
  • zu kurze Förderlaufzeiten
  • fehlende Erprobungs- sowie Demonstrationsmöglichkeiten unter Praxisbedingungen.
  • unzureichende Vernetzung und Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen, Industrie und Landwirtschaft.

Die von der DIP seit 2013 geförderten Projekte und daraus hervorgegangenen Produkte zeigen, dass die Umsetzung von wissenschaftlichem Know-how in Feld und Stall, auf Wiesen, in Gewächshäusern und bei der Lebensmittelherstellung sehr wohl gelingen kann.

Projekte und Produkte

Landwirte, Berater und sonstige Anwender haben hier einen schnellen Zugriff auf ihren jeweiligen Interessenschwerpunkt und können sich einen Überblick von laufenden Projekten und den verfügbar gewordenen neuen Produkten und Verfahren verschaffen.

Ackerbau

Getreide
Grünland
Kartoffel
Leguminosen
Mais
Raps
Zuckerrübe

Gartenbau

Baumschule und Obst
Gemüse
Zierpflanzen

Sonderkulturen

Hopfen
Wald und Holzverarbeitung
Wein

Tierhaltung

Bienen
Aquakultur und Fischerei
Geflügel
Milchvieh und Rinder
Pferde
Schafe und Ziegen
Schweine

Verarbeitung

Lebensmittelverarbeitung
Verbraucherschutz

Wer steht hinter der DIP – Über uns

In der Innovationspartnerschaft aus Wissenschaft, Verwaltung und Agrarwirtschaft arbeiten folgende Mitgliedsorganisationen zusammen:

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    Silvia Dietz (DIP-Vorsitz),
  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
    Dr. habil. Thomas Engelke (DIP-Geschäftsstelle),
  • Landwirtschaftliche Rentenbank (LR)
    Dr. Christian Bock,
  • Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)
    Dr. Lothar Hövelmann,
  • Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL)
    Dr. Martin Kunisch,
  • Verband der Landwirtschaftskammern (VLK)
    Dr. Beate Bajorat,
  • Deutscher Bauernverband (DBV)
    Dr. Peter Pascher,
  • Deutscher Raiffeisenverband (DRV)
    Dr. Volker Petersen,
  • Zentralverband Gartenbau (ZVG)
    Dr. Bertram Fleischer,
  • Arbeitsgemeinschaft der Agrarforschungsreferenten der Länder,
    Dr. Hardi Rabisch (Brandenburg).

Die Mitglieder arbeiten in einem Lenkungsausschuss zusammen. Sie schlagen Projekte zur Förderung vor und beraten gemeinsam konstruktiv-kritisch über die Förderwürdigkeit. Weiterhin fungieren sie als Multiplikatoren und unterstützen damit den Eingang der neuen Entwicklungen in die Praxis.

Ziele und Projektauswahl

Angesprochen sind innovative Projekte, die sich durch funktionale Überlegenheit gegenüber bisher gängigen Verfahren beziehungsweise Produkten auszeichnen und einen positiven Einfluss auch auf die Wertschöpfungskette ausüben.

Neben der Praxisrelevanz berücksichtigt die DIP bei der Entscheidung über die Förderwürdigkeit, inwieweit Vorhaben einen Beitrag zur Erreichung übergeordneter agrarpolitischer Ziele leisten können. Hierzu zählt unter anderem die von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 mit den darin beschriebenen nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). Nachfolgend sind die Ziele erörtert und die entsprechenden Projekte darunter verlinkt.

  1. Wettbewerbsfähige Landwirtschaft

    • Effizienzsteigerung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Anwendung resilienter landwirtschaftlicher Methoden, die die Produktivität und den Ertrag steigern
    • Schaffung und Erhalt von menschenwürdigen Arbeitsplätzen sowie Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Förderung des Unternehmertums, der Kreativität und Innovation
  2. Effiziente Ressourcennutzung

    • nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen
    • effiziente Wassernutzung und Steigerung der Wiederaufbereitung und der gefahrlosen Wiederverwendung
    • Einsparung von Energie
  3. Nachhaltige Pflanzenproduktion

    • Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt, auch unter Berücksichtigung genetischer Ressourcen
    • Erhalt der Kulturlandschaften mit dem Ziel der Schaffung attraktiver ländlicher Regionen, die einen nachhaltigen Tourismus und die lokale Kultur und lokale Produkte fördern
    • Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen biotischen und abiotischen Stress, einschließlich der Begrenzung der Folgen des Klimawandels
    • Verringerung oder Vermeidung des Einsatzes von Pestiziden und Dünger
  4. Tiergerechte Haltung

    • Verbesserung des Tierschutzes bei der Haltung, der Nutzung, dem Transport und der Schlachtung
    • Artgerechte Fütterung und bedarfsangepasste Tierernährung
  5. Schonende Fischerei

    • Erhalt natürlicher Fischbestände durch Maßnahmen der Fischerei, Aquakultur und des Meeresschutzes
  6. Vielfältige Wälder und Bergökosysteme

    • nachhaltige Waldwirtschaft und/ oder Holzverarbeitung sowie Aspekte der Jagd
    • Erhaltung der Bergökosysteme einschließlich ihrer biologischen Vielfalt
  7. Gesunde Ernährung, sichere Lebensmittel

    • Sicherung der Produktion qualitativ hochwertiger Produkte
    • Verbesserung der Ernährung durch Abdeckung von speziellen ernährungsphysiologisch relevanten Bedarfen
    • Stärkung der Verbraucherinformation

Einreichen von Skizzen

Was muss beim Einreichen von Skizzen beachtet werden?

Aktuelles

Neues Warngerät schützt Schweinswale

Beifangrate reduzieren, Artenvielfalt erhalten und gleichzeitig Wirtschaftlichkeit gewährleisten – das sind wesentliche Aspekte einer nachhaltigen Fischereiwirtschaft. In einem Forschungsprojekt wurde ein neuartiges akustisches Warngerät entwickelt und bereits erfolgreich erprobt. Weiterlesen: Neues Warngerät schützt Schweinswale …

Schweinswale im Meer (verweist auf: Neues Warngerät schützt Schweinswale)

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