Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Mastrinder stehen nebeneinander am Fressgitter im Stall Quelle: countrypixel - Fotolia.com

Was bekommen Rinder und Schweine zu fressen?

Nutztiere in der Landwirtschaft werden so gefüttert, wie es ihren körperlichen Bedürfnissen und ihrem Verdauungssystem entspricht.

So sind Rinder und Schafe Pflanzenfresser und außerdem Wiederkäuer. Sie benötigen deshalb eine große Menge an Grünfutter wie Gras, Klee oder Mais – entweder frisch oder in verarbeiteter Form als Heu oder Silage. Was davon in welchem Anteil gefüttert wird, hängt bei Rindern ganz entscheidend von der Nutzungsrichtung ab. So werden Milchkühe ganz anders gefüttert als Mastrinder, die ja möglichst schnell an Gewicht zulegen sollen. Konventionelle Rindermast erfolgt vor allem auf der Basis von Maissilage.

Beispiele für typische Futterrationen (pro Tier und Tag):

Milchkühe:
Mastbullen:
16 kg Grassilage18,0 kg Maissilage
14 kg Maissilage2 kg Weizenschrot
3 kg Sojaschrot1 kg Sojaschrot
2,6 kg Kraftfutteretwas Stroh
130 g Mineralfutter70 g Mineralfutter

Ökomastrinder fressen vor allem Gras

Öko-Rindfleisch dagegen wird überwiegend in der so genannten Mutterkuhhaltung erzeugt. Das heißt, die Mastrinder stehen den größten Teil des Jahres auf der Weide und fressen Gras. Hier unterscheidet sich die Fütterung also deutlich von der konventionellen Rindermast.

Schweine sind Allesfresser

Schweine haben – im Gegensatz zu Wiederkäuern – nur einen Magen und brauchen daher eine andere Futterzusammensetzung. Obwohl sie, wie wir Menschen, Allesfresser sind, erhalten Schweine in der Regel pflanzliches Futter, denn tierisches Protein wäre zu teuer. Zuchtsauen und Mastschweine erhalten im Wesentlichen, Getreide, Mais, Mineral- und sogenanntes Eiweißergänzungsfutter, allerdings in unterschiedlichen Mengen und Zusammensetzungen.

Während der Mastperiode verändert sich der Nährstoffbedarf: Zu Beginn wird vornehmlich Eiweiß (Muskelfleisch) angesetzt, sobald die Tiere etwa 70 kg wiegen, wird vermehrt Fett gebildet. Deshalb muss das Mastfutter zu Beginn der Mastperiode mehr Eiweiß enthalten als zum Ende.