Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Huhn schaut auf braunes Ei Quelle: Anatolii - Fotolia.com

Warum schlüpft aus einem gekauften Ei kein Küken mehr?

Aus Eiern, die man im Handel kauft, kann kein Küken mehr schlüpfen – auch dann nicht, wenn man es lange im Warmen aufbewahrt.

Eines vorweg: Hühner legen Eier – unabhängig davon, ob ein Hahn im Spiel war oder nicht. Eine heutige Hochleistungshenne legt pro Jahr rund 300 Eier – das sind jede Woche etwa sechs. Aus diesen Eiern kann aber kein Küken mehr schlüpfen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen werden Legehenne heute meistens ohne Hahn gehalten, wodurch von vornherein ausgeschlossen werden kann, dass es zu einer Befruchtung der Eier kommt. Doch selbst wenn Hähne dabei sind, kann aus dem Ei kein Küken mehr schlüpfen. Die Eier werden direkt nach dem Legen für den Verkauf eingesammelt, sodass sich darin gar kein Embryo entwickeln kann. Dies geschieht nur dann, wenn das Ei bebrütet wird, das heißt für längere Zeit höheren Temperaturen ausgesetzt ist. Letzte Sicherheit, dass kein befruchtetes Ei den Stall verlässt, gibt dann noch das routinemäßige Durchleuchten der Eier vor dem Verpacken. Dies ist für alle Eier vorgeschrieben, die in den Handel gelangen (Eier der Güteklasse A). Wird bei einem Ei festgestellt, dass sich darin ein Keim sichtbar entwickelt hat, darf es nicht verkauft werden.