Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Mehl in einem Holztöfpchen, neben Laib Brot und Getreideähren Quelle: Maksim Shebeko - Fotolia.com

Wie viel Getreide benötigt man für ein Brot?

Wir sind einmal der Frage nachgegangen, wie viele Getreide ein Landwirt für einen Laib Brot anbauen muss. Das Ergebnis wird Sie vielleicht überraschen…

Für ein 1000 g-Weizenbrot muss ein Landwirt etwa 850 g Weizenkörner vom Acker ernten. Dies entspricht einer Zahl von etwa 17.000 Weizenkörnern. Bei einem Durchschnittsertrag von rund 800 g beziehungsweise 16.000 Weizenkörnern je Quadratmeter muss der Landwirt also etwas mehr als einen Quadratmeter Weizen ernten – genau genommen 1,06 Quadratmeter – um die Menge an Weizenkörnern für ein 1.000 g-Weizenbrot zu erhalten.

Um 800 g bzw. 16.000 Weizenkörner von einem Quadratmeter Acker ernten zu können, hat der Landwirt im zurückliegenden Herbst etwa 400 Körner auf dieser Fläche ausgesät. Nach etwa acht bis neun Monaten Wachstumszeit mit ausreichend Regen und Sonne sowie guter Pflege kann der Landwirt im Sommer das 40-fache der Aussaatmenge vom Feld ernten.

Getreideerträge vor 50 Jahren um die Hälfte geringer

Vor 50 Jahren war die Erntemenge noch wesentlich geringer. 1960 holte ein Landwirt gerade einmal die Hälfte der heutigen Getreidemenge vom Acker. So lag zum Beispiel der Durchschnittsertrag je Hektar Weizen im Jahre 1960 bei 3,5 Tonnen, heute liegt er bei 7,9 Tonnen. Diese enorme Ertragssteigerung in der Landwirtschaft konnte durch den Einsatz neuer Sorten, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie eine starke Mechanisierung und Spezialisierung der Betriebe möglich gemacht werden.