Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Maiskolben verschiedener Sorten und Farben nebeneinander Quelle: Pixabay

Mais ist gleich Mais – oder nicht?

Mais wird weltweit in unterschiedlichster Weise genutzt: als frischer Gemüsemais, als Popcorn, Tierfutter oder Maismehl für Tortilla. Entsprechend unterschiedlich sind die Maissorten.

Mais ist eine uralte Kulturpflanze, von der es heute mehr als 50.000 verschiedene Sorten gibt. Alle der heute bekannten Maissorten stammen von derselbe Art Zea mays L. ab. Entsprechend der Kornform lässt sich der Mais jedoch verschiedenen Gruppen - der Fachmann spricht hier von Convarietäten – zuordnen. Diese Maisgruppen unterscheiden sich nach Korngröße, Kornform, hauptsächlich aber durch die Beschaffenheit des Nährgewebes (Endosperm).

Welche bedeutenden Maisgruppen gibt es?

Zahnmais

Die getrockneten Körner des Zahnmais haben ein zahnähnliches Aussehen – daher der Name. Zahnmais umfasst die heute am weitesten verbreiteten und ertragreichsten Sorten. Mehr als 70 % der weltweiten Gesamtproduktion gehen auf Zahnmais zurück. Er dient heute überwiegend als Tierfutter (Grünfutter/Silage) und Ausgangsprodukt für industrielle Produkte wie Stärke, Sirup, Keimöl, Alkohol.

Hartmais

Beim Hartmais ist der weiche Mehlkörper von einer hornigen, harten Schicht umgeben. Hartmais eignet sich wegen seiner hohen Kältetoleranz für den Anbau in kühleren Regionen. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedeutung steht Hartmais hinter Zahnmais an zweiter Stelle. Er wird genutzt als Körnermais, als Grünfutter und als Silage.

Puffmais

Beim Puffmais ist das Nährgewebe stark hornig. Wird das Korn erhitzt, platzt die Samenschale und der Korninhalt tritt explosionsartig nach außen. Sie werden es richtig vermutet haben: Diese Maissorten werden als Popcorn-Mais verwendet.

Zuckermais

Im Gegensatz zu anderen Maissorten läuft beim Zuckermais die Umwandlung von Zucker in Stärke im Korn stark verlangsamt ab. Dies ist eine gewünschte Eigenschaft für Mais, der als Frischmais verkauft wird.

Stärkemais

Stärkemais zählt zu den ältesten Maistypen. Das gesamte Nährgewebe ist von mehliger Konsistenz, weshalb sich die Körner leicht zu Mehl verarbeiten lassen. z. B. für Tortilla oder Breie. Er ist als Nahrungsmittel für den Menschen am besten geeignet und bildete über viele Jahrhunderte die Hauptnahrung in Südamerika. Maissorten dieser Gruppe werden auch zur industriellen Stärke- und Alkoholgewinnung angebaut.