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Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege

Die BLE sucht im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Praxisbetriebe in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg zur Teilnahme am Demonstrationsvorhaben "Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)".

Gesucht werden landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe mit den Produktionsschwerpunkten Kirsche, Brombeere, Himbeere, Heidelbeere und/ oder remontierende Erdbeeren. Der Obstbau sollte einen erheblichen Teil der betrieblichen Tätigkeit umfassen. Die Betriebe müssen vor Beginn des Demonstrationsvorhabens bereits über Netze für die gefährdeten Kulturen verfügen oder in diese selbst investieren. Die Netze werden im Demonstrationsvorhaben eingesetzt.

Das Vorhaben wird durch das Julius Kühn-Institut bundesweit koordiniert. Projektpartner vor Ort sind die Pflanzenschutzdienste der Länder, an die sich interessierte Betriebe für genauere Informationen wenden können. Interessensbekundungen sollten schriftlich an die BLE gerichtet werden.

Hintergrund

Kirschessigfliege KirschessigfliegeMännliche Kirschessigfliege mit den charakteristischen dunklen Flecken an den Flügelspitzen. © JKI Dossenheim, J. Just

Die invasive Kirschessigfliege Drosophila suzukii, die ursprünglich aus Asien stammt und zu den Obst-, Essig- oder Taufliegen (Diptera: Drosophilidae) gehört, ist innerhalb kurzer Zeit zu einer enormen Bedrohung für den europäischen Obst- und Weinbau geworden. Seit ihrem Erstauftreten im Jahr 2011 hat sie sich über ganz Deutschland ausgebreitet und zu erheblichen Schäden an Stein- und Beerenobst sowie an einigen Traubensorten geführt.

Das BMEL hat ein hohes Interesse daran, in den Hauptanbauregionen für Obstbau schnellstmöglich Einnetzungsverfahren zum Schutz gegen die Kirschessigfliege zu etablieren. Es handelt sich um ein physikalisches Verfahren, welches die Vorgaben des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aufnimmt. Durch die Einbindung des Einnetzens in das Pflanzenschutzkonzept der Betriebe kann der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln verringert werden.

Erscheinungsdatum:  01.03.2017