Zwei Tage drehte sich alles um die Biologische Vielfalt
Die Vizepräsidentin der BLE, Barbara Heymann, beim Grußwort © BLE - von Leoprechting
Die Gäste waren Projektnehmer und andere Initiativen zum Erhalt biologischer Vielfalt sowie Verbände und Vertreter verschiedener staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen. Das breite Spektrum der Modell- und Demonstrationsvorhaben der Biologischen Vielfalt in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie eine Evaluierung dieses Förderungsinstrumentes wurden auf dem Treffen vorgestellt.
Agrobiodiversität
Die biologische Vielfalt in der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft, die "Agrobiodiversität", trägt einen immer bedeutsameren Teil zum Erhalt der Biodiversität, zur Bewältigung von Klimawandel und zur Ernährungssicherung bei. Dabei macht die Agrobiodiversität mit ihren Kulturlandschaften, Wäldern und Gewässern einen wesentlichen Teil der gesamten biologischen Vielfalt aus.
Es wurden sechs Themen behandelt:
- "Wald" und dessen verschiedene Nutzungsformen und insbesondere die Sicherung genetischer Ressourcen heimischer Gehölze,
- "Gartenbau" mit dem breiten Spektrum Obst- und Gemüsebau, Kräuter und Zierpflanzen bis hin zu Stauden und Gehölzen,
- "Ackerbau" sowohl zum Anbau von unterschiedlichsten Feldfrüchten als auch den weiten Bereich der Grünlandwirtschaft,
- "landwirtschaftlichen Nutztiere", zu den Arten Rind, Schwein, Pferd, Schaf und Ziege, sowie auch über biologische Vielfalt zum Beispiel bei Geflügel und Kaninchen,
- "aquatischen Arten", sowohl die nutzbaren marinen als auch Süßwasser-Arten, und
- die "jagdbaren Arten", also alle Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen.
Allein dieser Ausschnitt zeigte die breite Palette des Themengebietes der Biologischen Vielfalt in der Land-, Forst-, Fischerei und Ernährungswirtschaft. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch zu den Möglichkeiten und Chancen der Modell- und Demonstrationsvorhaben. Dabei diskutierten Projektakteure und Interessierte über den aktuellen Bedarf zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Biologischen Vielfalt. Gesprächsthema waren zum einen zukünftige Ansätze und zum anderen alte Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen noch stärker in das öffentliche Blickfeld von Landwirten, Züchtern und Verbrauchern zu rücken. Die Teilnehmer betonten auch die Bedeutung der Rentabilität des Anbaus und der Haltung solcher Sorten und Rassen sowie deren Vermarktung.
"Biologische Vielfalt ist ein Teil der agrarischen Nutzung"
Staatssekretär Dr. Robert Kloos betont die Bedeutung der Biologischen Vielfalt als Teil der agrarischen Nutzung © BLE - von Leoprechting
BMELV-Staatssekretär Dr. Robert Kloos unterstrich in seinem Schlusswort, dass die Modell- und Demonstrationsvorhaben einen wichtigen Baustein bei den Bemühungen zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung der Biologischen Vielfalt darstellten. "Die Biologische Vielfalt ist ein Teil der agrarischen Nutzung", so Dr. Kloos weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe selbst anlässlich der offiziellen Eröffnung des Internationalen Jahres der Biologischen Vielfalt in Berlin deren Bedeutung betont. Dr. Kloos forderte die Teilnehmer abschließend auf, sich weiter zu vernetzen und aktiv auf die Öffentlichkeit zuzugehen.
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