Verbundprojekt AIDA fördert Allianzen in der Fleischwirtschaft
Deutsche Ferkel: Ihr Image soll mit AIDA verbessert werden. © E. Salles - Fotolia.com
Das Verbundprojekt AIDA erreicht in diesem Jahr die Schlussphase. AIDA steht für "Allianzen für Informations- und Dienstleistungs-Agenturen zur horizontalen Bündelung von Koordinationsaufgaben im Qualitäts-, Gesundheits- und Risikomanagement der Fleischwirtschaft". In dem Projekt wurden neue technische und organisatorische Konzepte für überbetriebliche Qualitäts-, Gesundheits- und Risikomanagementsysteme entwickelt, die Zulieferern der Fleischwirtschaft dienen.
Diese Systeme geben Viehverwertungsgenossenschaften (VVG) und Erzeugergemeinschaften (EZG) erstmals weitreichende Kompetenzen. Sie werden zu Netzwerkintegratoren im Lieferantenmanagement von Schlachtunternehmen, was ihre Wettbewerbposition entscheidend stärkt. Am Projekt beteiligt sind zwölf Viehverwertungsgenossenschaften und Erzeugergemeinschaften aus Deutschland, die Universitäten Bonn und Göttingen sowie die Forschungsplattform GIQS e.V.
Arbeit in regionale Gruppen
2010 ist im AIDA-Projekt das "Jahr der Synergien". In den verbleibenden neun Projektmonaten stehen für die Teilnehmer Test und Validierung der technischen und organisatorischen Lösungen in den drei regionalen Gruppen auf dem Programm:
Die Gruppe Süd konzentriert sich auf die Bereiche vernetzte Logistik und Kundenbeziehungsmanagement (CRM). Zurzeit befindet sich eine Softwarelösung im Piloteinsatz, die die Vermarktungskosten von Nutz- und Schlachttieren reduzieren kann;
- durch die Generierung von Vermarktungsvorschlägen,
- durch eine verbesserte Tourenplanung und
- durch eine direkte Kommunikation mit den Fahrzeugen.
Die Gruppe Süd wird durch das Department für Agrarökonomie und rurale Entwicklung der Universität Göttingen wissenschaftlich begleitet.
In der Gruppe West wird ebenfalls unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Göttingen an der Anpassung einer integrierten IT-Systemplattform zur Unterstützung von Geschäftsprozessen gearbeitet. Ein einheitlicher Kontenrahmen und das von der Universität Göttingen erstellte Kennzahlensystem bilden die Grundlage für ein gemeinsames Benchmarking. Die Verwaltung der Mitgliedschaften, die Viehanmeldung und die Vermarktungsmengenplanung werden nun nach ausführlicher Testphase als neue Module in die Warenwirtschaftssysteme der Gruppe implementiert.
Die Gruppe Nord arbeitet zusammen mit der Abteilung Präventives Gesundheitsmanagement der Universität Bonn an einem vernetzten Gesundheitsmanagement. Die internetbasierte Datenbank, in der Befund- und Betriebsdaten bereitgestellt werden, befindet sich gerade im Testlauf. Ziel ist es, das Handelsrisiko langfristig zu minimieren und das Image besonders deutscher Ferkel zu verbessern.
Der bereits rege Erfahrungsaustausch in und zwischen den regionalen Gruppen steht auch im letzten Projektjahr im Vordergrund.
