Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Getreide Getreide Quelle: vovan - Fotolia.com

Landwirtschaft heute: Wie viel Getreide benötigt man für ein Brot?

Weizen ist das wichtigste Brotgetreide der Erde. Für ein 1.000 Gramm-Weizenbrot muss ein Landwirt rund 850 Gramm Weizen ernten.

Das entspricht laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) etwa 17.000 Weizenkörnern. Bei einem Durchschnittsertrag von rund 800 Gramm oder 16.000 Weizenkörnern pro Quadratmeter muss der Landwirt also etwas mehr als einen Quadratmeter Weizen ernten, um die Menge an Weizenkörnern für ein 1.000 Gramm Weizenbrot zu erhalten.

Übrigens: Die Leitsätze für Brot und Kleingebäck besagen, dass Weizenbrot aus mindestens 90 Prozent Weizenmehl und beispielsweise Weizenroggenvollkornbrot aus mehr als 50 Prozent Weizenvollkornerzeugnissen hergestellt werden muss.

Getreideerträge vor 50 Jahren um die Hälfte geringer

Vor 50 Jahren war die Erntemenge noch wesentlich geringer. 1967 erntete ein Landwirt gerade einmal die Hälfte der heutigen Getreidemenge. So lag zum Beispiel der Durchschnittsertrag je Hektar Weizen in den Jahren 1964 bis 1969 bei rund 3,7 Tonnen, heute liegt er im Schnitt der vergangenen fünf Jahre bei acht Tonnen. Diese enorme Ertragssteigerung in der Landwirtschaft wurde durch den Einsatz neuer Sorten, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie durch eine Mechanisierung und Spezialisierung der Betriebe möglich.

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Erscheinungsdatum: 05.09.2017