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Grünes Licht aus Brüssel für deutschen Waldklimafonds

Die Bundesregierung darf auch weiterhin Maßnahmen fördern, die dazu dienen, das Potenzial von Wäldern und Waldmooren für den Klimaschutz auszubauen und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel zu unterstützen.

Die Europäische Kommission genehmigte jetzt die überarbeitete Förderrichtlinie für den Waldklimafonds, der gemeinsam von den beiden Bundesministerien für Umwelt (BMUB) und für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) getragen wird. Damit tragen diese Maßnahmen auch zur Umsetzung der globalen Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung (SDG) und hier insbesondere den Zielen 13 zur Bekämpfung des Klimawandels und dem Ziel 15 zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder und dem Schutz der Biologischen Vielfalt bei. Fachleute aus BMUB und BMEL berieten am 14. und 15. März auf einem Kongress in Berlin über Förderschwerpunkte und Einsatzmöglichkeiten des Fonds.

Die Weiterentwicklung des Waldklimafonds hatte die Bundesregierung im Dezember 2016 mit dem Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) hat als Projektträger des Fonds bisher 44 Verbundpartnerschaften mit 127 Teilprojekten angestoßen.

"Diese haben das Projektträgerportfolio der BLE natürlich bereichert. Ich glaube aber auch, dass der Waldklimafonds seinerseits von der vielfältigen Erfahrung profitiert, die der Projektträger BLE in der ganzen Breite Land- und Ernährungswirtschaft, Fischerei und Forsten einbringt," so BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden in seinem Grußwort.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMUB, Rita Schwarzelühr-Sutter, unterstrich zur Eröffnung des Kongresses die Bedeutung alter Waldstandorte und Waldmoore für den Klimaschutz. "Wir müssen diese teilweise uralten Kohlenstoffsenken unserer Wälder dringend erhalten und schützen. Sie sind ein sehr wichtiger Pfeiler sowohl unserer Klimaschutzpolitik als auch für die biologische Vielfalt."

BMEL-Ministerialdirigent Dr. Axel Heider hob die Bedeutung der nachhaltigen Holznutzung für den Klimaschutz hervor: "Über die Hälfte des Klimaschutzbeitrages von Wald und Holz entfallen heute auf die Bewirtschaftung und die Verwendung von Holzprodukten. Klimaschutz ist heute integraler Bestandteil der Forstwirtschaft in Deutschland."

Auf dem Waldklimafonds-Kongress wurden erste Resultate aus den Projekten vorgestellt, die wertvolle Hinweise für die Politikgestaltung geben. Zudem diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entlang der fünf Förderschwerpunkte Erwartungen und künftige Aufgaben des Fonds.

Themen waren unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder, Strategien von Anpassungsmaßnahmen für Wälder und in der Waldbewirtschaftung sowie die Sicherung und Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern und Holzprodukten. Prominente Unterstützung erhielten sie dabei u.a. von dem Klimaforscher und früheren UNEP-Direktor Klaus Töpfer.

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Erscheinungsdatum:  16.03.2017