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Neubau des Maritimen Sicherheitszentrums eröffnet

Bundesminister Alexander Dobrindt hat am 9. Februar 2017 in Cuxhaven im Beisein von knapp 200 Gästen den 23,5 Millionen teuren Neubau offiziell seiner Bestimmung übergeben. Im Maritimen Sicherheitszentrum (MSZ) arbeiten sieben Behörden, darunter die BLE, rund um die Uhr zusammen. Sie überwachen die Schifffahrt auf Nord- und Ostsee, erstellen Lagebilder und unterstützen sich bei Einsätzen.

Anlässlich der Eröffnung haben der Bund und die Küstenländer eine Verwaltungsvereinbarung für die Zusammenarbeit der maritimen Sicherheitsbehörden im MSZ unterzeichnet.

"Wir setzen mit dem Maritimen Sicherheitszentrum einen neuen Maßstab für die Sicherheit auf See", erklärte Bundesverkehrsminister Dobrindt. Das MSZ sei mit modernster Technologie und der engen Vernetzung aller Akteure weltweit einmalig und international Vorbild für die Koordinierung der Sicherheit an der Küste. "Wir machen damit die Seeschifffahrt auf Nord- und Ostsee als einem der meistbefahrenen Reviere der Welt noch sicherer."

Dobrindt: MSZ jetzt das, was Houston für die Raumfahrt ist

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt eröffnet den Neubau des MSZ in Cuxhaven Maritimes Sicherheitszentrum (MSZ)Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt eröffnet den Neubau des MSZ in Cuxhaven. © BLE

"Wir zeigen damit auch unsere internationale Innovationsführerschaft, wenn es um die Frage der Sicherheit an und um unsere Küsten geht", so Dobrindt weiter. Für die maritime Sicherheit sei Cuxhaven nun das, was Houston (Texas, USA) für die Raumfahrt sei – ein Koordinationszentrum von Weltrang.

In vierjähriger Bauzeit entstand der MSZ-Neubau auf dem Gelände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven. Das Herzstück des MSZ bildet das 225 m² große Gemeinsame Lagezentrum See (GLZ-See), in dem neben der BLE sechs weitere Behörden mit insgesamt 13 Mitarbeitern im 24-Stunden-Dienst an 365 Tagen im Jahr eng zusammenarbeiten.

Dabei sind Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), Bundespolizei, Zoll, Marine, Havariekommando (gemeinsame Einrichtung von Bund und Küstenländern) und die Wasserschutzpolizeien von Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Hohe Sicherheitsanforderungen

2005 hat der Bund mit den Küstenländern eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen, um die Zusammenarbeit im MSZ zu organisieren. 2007 hat das GLZ-See seinen Betrieb aufgenommen.

BLE-Mitarbeiter Celestino Teixeira stellt BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden seinen Arbeitsplatz im Gemeinsamen Lagezentrum See (GLZ-See) vor. Maritimes Sicherheitszentrum (MSZ)BLE-Mitarbeiter Celestino Teixeira stellt BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden seinen Arbeitsplatz im Gemeinsamen Lagezentrum See (GLZ-See) vor. © BLE

Im November 2012 begannen die Arbeiten für den Neubau, der im vergangenen Sommer von den Mitarbeitern bezogen wurde und nach dem Probebetrieb nun auch offiziell in Betrieb geht. Neben den technischen und funktionalen Ansprüchen der Partner an ihre neue Arbeitsstätte mit rund 40 Büros und zahlreichen Funktionsräumen unterliegt das Gebäude hohen Sicherheitsanforderungen.

So muss unter anderem eine ununterbrochene Einsatzfähigkeit der Kommunikationstechniken im GLZ-See gewährleistet sein. Dies geschieht zum Beispiel durch zwei Serverzentralen, zwei Notstromaggregate und mehrere Strom- und Leistungsnetze; folglich entfielen von den Gesamtkosten in Höhe von 23,5 Millionen Euro, 5,5 Millionen Euro auf die technische Ausstattung und das IT-Sicherheitskonzept.

Erscheinungsdatum:  13.02.2017