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Weizenzüchtung für die nachhaltige Nutzung von Phosphat

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, hat am 8. Februar 2017 die Zuwendungsbescheide für das Forschungsprojekt "Nachhaltige Steigerung der Phosphat-Effizienz von Winterweizen durch eine effektive Wurzel-Boden-Interaktion – POEWER" in Bonn überreicht und damit den offiziellen Startschuss für das Vorhaben gegeben.

Das Verbundprojekt wird mit rund 1,1 Millionen Euro über das Innovationsprogramm des BMEL gefördert und vom Projektträger BLE (ptble) betreut. Während der dreijährigen Projektlaufzeit arbeiten Forscher der Arbeitsgruppe Nutzpflanzengenetik aus dem Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie aus dem Institut für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen mit den Wirtschaftspartnern HGoTECH GmbH, EuPhoRe GmbH, W. von Borries-Eckendorf GmbH & Co. KG sowie der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. zusammen.

Personengruppe Weizenzüchtung für die nachhaltige Nutzung von PhosphatPSt Peter Bleser (3. von links) übergibt die Zuwendungsbescheide für das Forschungsprojekt POEWER. © BLE

Die Projektpartner wollen in einem ersten Schritt herausfinden, wie groß die Unterschiede zwischen Weizensorten hinsichtlich der Effizienz ihrer Phosphatverwertung sind. In einem weiteren Schritt soll geklärt werden, welche Eigenschaften beispielsweise der Wurzeln für eine hohe Phosphat-Effizienz der Pflanzen verantwortlich sind. Von besonderem Interesse ist dabei auch, wie gut Weizensorten verschiedene Phosphatformen nutzen können, die beispielsweise als Recycling-Produkte aus kommunalen Abwässern gewonnen werden.

Alle Erkenntnisse des Projekts sollen dazu dienen, in Züchtungsprogrammen gezielt Weizensorten zu entwickeln, die besonders effizient mit Phosphat umgehen.

Hintergrund

Phosphor ist unter anderem in der Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung, da Pflanzen auf diesen Nährstoff angewiesen sind. Der Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln erfordert daher in aller Regel den Einsatz von Phosphatdüngern.

Global sind aber nur begrenzte Phosphorvorkommen vorhanden. Aus diesem Grund kommt neben dem auszubauenden Recycling insbesondere auch der möglichst effizienten Nutzung des Elements eine hohe Bedeutung zu. Ein Beitrag zur Steigerung der Phosphat-Effizienz von Weizen als bedeutende Nutzpflanze ist daher sehr wünschenswert.

Erscheinungsdatum:  09.02.2017