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Reduzierung von CO2-Emissionen durch effiziente Kraftstoffnutzung in der Landwirtschaft

Am 08.11.2016 hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, in Berlin die Zuwendungsbescheide für ein neues Forschungsvorhaben überreicht. In dem Projekt sollen unter Berücksichtigung der gesamten landwirtschaftlichen Verfahrensketten Kraftstoffeinsparpotentiale identifiziert und damit die Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft verbessert werden.

Das Projekt wird mit rund 3 Millionen Euro aus dem Programm zur Innovationsförderung vom BMEL gefördert. Die Projektlaufzeit ist auf insgesamt 38 Monate festgelegt. Die BLE betreut das Vorhaben als Projektträger.

Zum Forschungsverbund gehören neben sechs deutschen Landtechnikherstellern unter Federführung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) auch Wissenschaftler der Technischen Universität zu Braunschweig, der Universität Hohenheim, des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft und des Privaten Instituts für nachhaltige Landbewirtschaftung GmbH.

Mit weniger mehr erreichen

Gruppenfoto Bescheidübergabe für das Projekt "EKoTech"PSt Peter Bleser mit den Empfängern der Zuwendungsbescheide © BMEL

Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftssektoren sind die Produktionsprozesse in der Landwirtschaft hochkomplex und sehr heterogen. So unterscheiden sich die Produktionsprozesse zum Beispiel durch die vorherrschenden Standort- und Witterungsbedingungen oder auch durch die große Bandbreite an verfügbarer Technik. Diese Heterogenität erschwert die Übertragung von Ansätzen anderer Sektoren zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz und Reduzierung der CO2-Emissionen.

Im geplanten Projekt "EKoTech" sollen unter Berücksichtigung der gesamten landwirtschaftlichen Verfahrensketten Optionen definiert und analysiert werden, die den spezifischen Kraftstoffverbrauch in der Landwirtschaft verringern können. Es werden regionstypische Modellbetriebe ausgewählt und ihre standort- und fruchtfolgespezifischen Verfahrensketten in einem Simulationsmodell abgebildet.

Darauf aufbauend, wird das Potential zukünftiger Technologien und Verfahren im Hinblick auf eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz quantifiziert. Die hohe Komplexität und Variabilität landwirtschaftlicher Prozesse wird im geplanten Projekt als Herausforderung und gleichzeitig als Chance verstanden, um eine Vielzahl von Ansatzpunkten zu eruieren, die den Kraftstoffeinsatz und die daraus direkt resultierenden CO2-Emissionen reduzieren.

Hintergrund

Die Bundesregierung hat sich bis 2020 zum Ziel gesetzt, Treibhausgasemissionen gegenüber dem Jahr 1990 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Wegweisend für die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung ist das Ende 2015 verabschiedete Klimaschutzabkommen von Paris. Die Minderung von CO2-Emissionen ist dabei entscheidend für die Bekämpfung des Klimawandels.

Mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung soll zudem ein wesentlicher Beitrag zum sparsamen Umgang mit endlichen Ressourcen geleistet werden. Auch die Landwirtschaft kann hierzu mit Innovationen einen wichtigen Beitrag leisten

Erscheinungsdatum:  10.11.2016