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Lebendige Vielfalt in der Kulturlandschaft nur mit aktiven Landwirten

Wie kommen der Erhalt der biologischen Vielfalt in den Kulturlandschaften und eine zukunftsfähige Landwirtschaft zusammen? Diese übergreifende Frage diskutierten mehr als 200 Teilnehmer auf dem Deutschen Landschaftspflegetag, der vom 30. Juni bis 1. Juli in Dresden stattfand.

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hatte zu der Veranstaltung eingeladen; die BLE war in diesem Jahr mit ihrem Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) Mitveranstalter.

Lebendige und vielfältige Kulturlandschaften sind nur durch aktive Landwirtschaft möglich, das wurde auf dem Deutschen Landschaftspflegetag deutlich. "Landwirte müssen aber durch mehr Naturschutz auch einen echten finanziellen Vorteil erlangen. Dafür bedarf es dringend einer Anpassung der Förderrichtlinien in der Agrarpolitik", sagte Josef Göppel MdB, Vorsitzender des DVL. Auch in vielen Diskussionen war dies eine zentrale Aussage.

Die Bewirtschaftung von naturschutzfachlich wertvollen landwirtschaftlichen Flächen ist häufig ohne eine Förderung ökonomisch nicht tragfähig. Aus Sicht der Landwirte und Landschaftspflegeverbände ist eine verlässliche, langfristige Förderzusage durch die Politik notwendig. Dies ist Grundbedingung für eine dauerhafte und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.

Biologische Vielfalt bietet Chancen für die Landwirtschaft

"Eine Zukunft wird gut sein, wenn sie vielfältig ist", sagte Stefan Schröder vom IBV in der BLE. Damit ist die biologische Vielfalt gemeint, aber auch die Vielfalt an Produktionssystemen.

Die Schönheit von Bergwiesen oder eine typische regionale Rasse spielen für den Tourismus von ländlichen Regionen eine wichtige Rolle. Verbraucher können zum Beispiel mit Produktqualitäten wie "Weide- oder Heumilch" gewonnen werden, Kaufentscheidungen im Sinne der biologischen Vielfalt zu treffen. Es ist deshalb dringend erforderlich, die Verbraucher über die Zusammenhänge noch besser zu informieren und das Thema bereits in der Aus- und Fortbildung zu platzieren.

In den Fachforen konnten sich die Teilnehmer zu den Themen Grünland, gebietsheimische Pflanzen, Biotopverbund, Ökologische Vorrangflächen und Vermarktung alter Sorten und Rassen informieren und diskutieren.

Weitere Informationen zum Landschaftspflegetag und die Vorträge gibt es auf der Internetseite des Deutschen Verbands für Landschaftspflege.

Erscheinungsdatum:  11.07.2016