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Weniger ist mehr: Antibiotikaminimierung in der Geflügelfleischkette

Um die Übertragung von Antibiotikaresistenzen und Antibiotikaresistenzeigenschaften zu minimieren, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Innovationsprogramm den Forschungsverbund "EsRAM". Die BLE betreut das Vorhaben als Projektträger (ptBLE).

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat am 8. März feierlich die Zuwendungsbescheide für das Projekt "Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel - EsRAM" überreicht. Das Vorhaben wird über eine Laufzeit von 36 Monaten gefördert. Ziel ist es, Produkte und stufenübergreifende Maßnahmen zur Reduktion des Transfers und der Entstehung von den Bakterien ESBL und MRSA innerhalb der Geflügelfleischkette zu entwickeln.

Das BMEL verfolgt zusammen mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine gemeinsame Deutsche Antibiotikaresistenzstrategie (DART). Im Zentrum dieser Strategie stehen die Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen, die Verschärfung der Regelungen im Tierarzneimittelrecht und die Förderung von Alternativen zum Antibiotikaeinsatz, zum Beispiel in der Forschung. Aus einem entsprechenden Förderaufruf entstammt auch dieses Projekt.

Der Forschungsverbund setzt sich aus Mitarbeitern der Freien Universität Berlin, dem Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), dem Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesinstitut für Risikobewertung, dem Leibniz-Institut für Agrartechnik, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Universität Leipzig, den Firmen EW Nutrition GmbH, Boehringer Ingelheim Veterinary Research GmbH & Co. KG, Wiesenhof Geflügel-Kontor GmbH und der Brüterei Süd ZN der BWE-Brüterei Weser-Ems GmbH Co. KG zusammen.

Im Fokus des dreijährigen Projektes steht, die Sicherheit von Geflügelfleischprodukten weiter zu verbessern und das Verbrauchervertrauen nachhaltig zu steigern. Die Schlüsselstellen innerhalb der Mastgeflügelkette sind zum einen der Brütereibereich und zum anderen der Bereich der Schlachtung und Verarbeitung. Deswegen sollen optimierte Haltungs- und Hygienebedingungen und Fütterungsregime zu einer gesteigerten Tiergesundheit führen.

Der dadurch verringerte Antibiotikaeinsatz führt zu einer verminderten Entstehung antibiotikaresistenter Erreger. Dementsprechend sollen alle in diesem Verbundforschungsvorhaben zu entwickelnden Produkte und Maßnahmen an diesen Schlüsselstellen ansetzen und ihre Hauptwirkung entfalten.

Ein übergeordnetes Ziel ist es, Geflügelfleisch mit einer reduzierten Belastung an antibiotikaresistenten Erregern zu erreichen, insbesondere von ESBL sowie MRSA.