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BLE stellt deutsche Vernetzungsarbeit auf internationaler Konferenz in Brüssel vor

Vom 26. bis 28. Januar 2016 fand in Brüssel die von der Generaldirektion Landwirtschaft ausgerichtete internationale Konferenz zum Thema "Designing the path: a strategic approach to EU agricultural research and innovation" statt. Die BLE stellte hier die deutsche Vernetzungsarbeit im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP) vor.

An der Veranstaltung nahmen europaweit rund 500 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie von internationalen Organisationen teil. Ziel der Konferenz war es, die Hauptelemente der neuen Agrarforschungs- und Innovationsstrategie der GD Landwirtschaft vorzustellen und über Implementierungsmöglichkeiten zu diskutieren. Die Konferenz bot neben dem Hauptprogramm auch Begleitveranstaltungen zu den Arbeiten des SCAR (Standing Committee on Agricultural Research) und den Vernetzungsarbeiten im Rahmen der Joint Programming Initiativen an.

Im Mittelpunkt der Hauptkonferenz stand die Frage, wie die Ziele der neu entwickelten Forschungsstrategie praxisorientiert umgesetzt werden können. Hier wird auch künftig auf das Konzept der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP) gesetzt, um die Vernetzung und den Wissensaustausch zwischen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette zu stärken und wissensbasierte Innovationen erfolgreich zu implementieren. Das EIP Konzept wird sowohl in den Programmen der ländlichen Entwicklung als auch in das Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 als sogenannter "Multi Actor Ansatz" genutzt.

Deutsche Vernetzungsstelle und Europäische Forschungsangelegenheiten

Im Themenfeld "Interactive Innovation" stellte BLE-Präsident Dr. Hanns Christoph Eiden die deutsche Vernetzungsarbeit am Beispiel der Europäischen Innovationspartnerschaften vor. Durch die langjährigen Erfahrungen der Deutschen Vernetzungsstelle (DVS) und den europaweiten Vernetzungsarbeiten im Referat für Europäische Forschungsangelegenheiten ist die BLE prädestiniert, Einschätzungen für den Auf- und Ausbau von Netzwerkarbeiten zu geben.

Dr. Eiden betonte in seinem Vortrag, dass eine Kommunikation auf Augenhöhe erforderlich sei, damit Wissenschaftler und Landwirte gemeinsam interaktive Innovationen entwickeln können. Berater spielten als Bindeglied und Übersetzer zwischen Wissenschaft und Praxis eine außerordentlich wichtige Rolle.

"Der Implementierung des EIP-Konzeptes sollte Zeit gegeben werden, damit sich eine neue Kommunikationskultur entwickelt, die dann zu wissensbasierten Innovationen führt", sagte Eiden. Er wies in seinem Vortrag zudem darauf hin, dass es erforderlich sei, die EIP-Instrumente unter den Programmen der ländlichen Entwicklung und Horizont 2020 zu verbinden, um künftig Synergieeffekte zu nutzen.

Präsentation von Dr. Hanns-Christoph Eiden: "Networking to support interactive innovation".

Künftige Themenschwerpunkte

Eine wichtige Begleitveranstaltung im Rahmen der Konferenz "Designing the path: a strategic approach to EU agricultural research and innovation" war das AKIS Meeting (Agriculture Knowledge Innovation Systems). Die AKIS Gruppe besteht aus Vertretern der Mitgliedsstaaten und hat in den letzten zwei Jahren insbesondere die Implementierung der EIPs voran getrieben.

Die BLE arbeitet in dieser Gruppe seit Jahren aktiv mit. Ein weitere Fokus der AKIS sind Foresight-Aspekte mit Einschätzungen zu künftigen Themenschwerpunkten. Hierzu zählt insbesondere der Bereich ICT (Information and Communication Technology). Dr. Elke Saggau (BLE) hielt auf der Begleitveranstaltung einen Vortrag zur Rolle der ICT.

Präsentation von Dr. Elke Saggau: "The role of ICT".

Weitere Informationen zur Konferenz

Europäische Kommission: "Designing the path: a strategic approach to EU agricultural research and innovation"