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Hülsenfrüchte auf der Grünen Woche

Die Vereinten Nationen haben 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. Passend dazu zeigte die BLE auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin verschiedene Hülsenfrüchte sowie die daraus erzeugten Lebens- und Futtermittel.

Hülsenfrüchte, auch Leguminosen genannt, sind echte Alleskönner. Die Pflanzen erzeugen hochwertiges Eiweiß, das für die menschliche Ernährung und als Tierfutter verwendet werden kann. Zu den Hülsenfrüchten zählen beispielsweise Soja, Erbsen, Bohnen, Linsen und Lupinen. Leguminosen verbessern die Bodenfruchtbarkeit, indem sie mit Hilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden und im Boden anreichern. Sie sind damit ein wichtiger Baustein für eine umweltgerechte und nachhaltige Landwirtschaft.

Hülsenfrüchte auf der IGW 2016

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Stand für Hülsenfrüchte HülsenfrüchteBundespräsident Joachim Gauck und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Stand für Hülsenfrüchte. © BLE

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Die Hülsenfrüche waren gleich mehrfach Thema auf der IGW. In der Sonderschauhalle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurden die Modellhaften Demonstrationsnetzwerke Soja und Lupine präsentiert.

Der Soja- und Lupinenanbau, die Verarbeitung und die Verwendung als Tierfutter und Lebensmittel wurden anhand von Wertschöpfungsketten dargestellt und Produkte für die tierische und menschliche Ernährung gezeigt. Auf einem Monitor wurde die Projekthomepage des Soja-Netzwerks vorgestellt.

Als Give-away gab es kleine Tütchen mit Knabber-Soja sowie Lupinen-Saatgut und es konnten Lupinendrinks verköstigt werden. Darüber hinaus wurden im Beet hinter dem Stand Soja- und Lupinenpflanzen präsentiert.

In der Biohalle informierte der Stand des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) über Hülsenfrüchte. In einem Hochbeet wurden verschiedene Leguminosen präsentiert. Die Messebesucher konnten Postkarten mit verschiedenen Motiven zu Hülsenfrüchten mitnehmen. Ein Forschungsprojekt informierte über heimische Kleearten und Luzerne als Soja-Ersatz. Im Bühnenprogramm werden Leguminosen in Quiz- und Verkostungsaktionen präsentiert.

Hintergrund

Die verschiedenen Hülsenfrüchte, das Wissen um ihren Anbau sowie die Verarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten sollen für die Landwirtschaft erhalten bleiben. Darum hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Eiweißpflanzenstrategie ins Leben gerufen. Die Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie ist in der BLE angesiedelt. Sie ist zuständig für die Koordination und Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Etablierung von modellhaften Demonstrationsnetzwerken, Wissenstransfer und Beratung des BMEL.

Das Internationale Jahr der Hülsenfrüchte unter der Leitung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) soll das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit für die ernährungsphysiologischen Vorzüge von Hülsenfrüchten und den Nutzen für eine nachhaltige Landwirtschaft stärken.

Die BLE wird gemeinsam mit dem BMEL im Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte Veranstaltungen durchführen, um die Wahrnehmung des Potentials der Hülsenfrüchte in der Öffentlichkeit zu verstärken, neben der IGW zum Beispiel auch auf der Biofach in Nürnberg.