Navigation und Service

Logo der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Link zur Startseite)

Innovationen für mehr Nachhaltigkeit in der Milchkuhhaltung

Das deutschlandweite Forschungsprojekt "optiKuh" präsentiert sich jetzt im Internet. Bis Ende 2017 werden die optimalen Bedingungen für Milchkühe erforscht. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und von der BLE innerhalb des Programms zur Innovationsförderung betreut.

Insgesamt 15 Projektpartner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen des Bundes und der Länder sowie Wirtschaftsunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam aktuelle Zukunftsfragen in der Milchkuhhaltung zu bearbeiten. Auf der neuen Homepage www.optikuh.de befinden sich detaillierte Informationen zum Projekt, das aktuelle Zukunftsfragen in der Milchviehhaltung aufgreift: Wie muss Futter für Milchkühe sein, damit sie genau so viel fressen, wie sie für Milchleistung und robuste Gesundheit benötigen? Mit welcher Sensortechnik können wir von außen feststellen, wie die Versorgung der Kuh tatsächlich ist? Wie können Kühe mit robustem Stoffwechsel und guter Futteraufnahme gezüchtet werden? Welche Wechselwirkungen ergeben sich mit der Umwelt, zum Beispiel das vieldiskutierte Thema Methanausscheidung von Milchkühen? Die Ergebnisse werden anschließend in die Praxis überführt.

Das Angebot im Internet verdeutlicht zudem, welche einzelnen Arbeitspakete von welchem Projektpartner bearbeitet werden. Auf den Projektseiten präsentiert optiKuh der Öffentlichkeit Informationen zu den Themen Tierwohl, Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Milchviehhaltung sowie zur Reduzierung von Umweltbelastungen.

Hintergrund: Verbesserung der Haltung von Milchkühen

In "optiKuh" sind erstmalig alle zwölf deutschen Versuchseinrichtungen, die die Futteraufnahme der Einzelkuh exakt erfassen und damit die Energieversorgung bilanzieren können, in einem gemeinsamen Projekt im Verbund mit der Tierzuchtforschung vereint. Nur so ergeben sich belastbare Daten in entsprechender Zahl, die die Anwendung moderner Methoden der Zucht unter Einschluss der Genomik erlauben. Neben den Forschungseinrichtungen der Länder, des Bundes und der Universitäten sind auch Milchkontrolleinrichtungen und Wirtschaftspartner in dem Verbundprojekt "optiKuh" aktiv eingebunden.

Die Gesamtkoordinierung des Projekts liegt beim Institut für Tierernährung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Grub. Das Projekt hat den Titel "Verbesserung der Haltung von Milchkühen durch Zuchtverfahren auf Futteraufnahme und Stoffwechselstabilität sowie Umweltverträglichkeit bei optimierter Fütterungsintensität und Nutzung von Stoffwechselindikatoren sowie Sensoren im Herdenmanagement - optiKuh" (Förderkennzeichen: 2817201013 - 2817201913).