Rosenkohl, auch Kohlsprossen oder Sprossenkohl genannt
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Rosenkohl: Gute Versorgung kennzeichnet die lange Saison
Mildes Klima und gute Produktionsbedingungen: Die Rosenkohlsaison könnte noch bis Ende März dauern. Eine ausreichende Versorgung ist sichergestellt. Rund ein Pfund Rosenkohl essen die Deutschen im Jahr. Aktuelle Mengen- und Preisdaten auf Großmarktebene im kostenlosen Newsletter-Abo bei der BLE.
Rosenkohl, auch "Kohlsprossen" oder "Sprossenkohl" genannt, wurde erstmals 1587 in Belgien kultiviert und kam ab dem 19. Jahrhundert auch im übrigen Europa und den USA auf den Markt. Von September bis Januar ist die offizielle Saison für das Wintergemüse. In Deutschland betrug die Anbaufläche im vergangenen Jahr rund 540 Hektar. Die größten Anbauflächen liegen in Schleswig-Holstein (176 ha) und Mecklenburg-Vorpommern (120 ha).
37 Tausend Tonnen verzehrt
Im Wirtschaftsjahr 2010/2011 verzehrten die Deutschen nach vorläufigen Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der BLE 37.000 Tonnen Rosenkohl. Der Pro-Kopf-Verbrauch belief sich dabei auf durchschnittlich 0,5 kg. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Grün- und Blumenkohl liegt bei rund 2 kg. Milde Temperaturen sind weniger förderlich für den Verzehr von Rosenkohl. Gleichzeitig bewirken sie jedoch gute Produktionsbedingungen und weniger Ausfälle durch Witterungsschäden. Daher könnte die aktuelle Saison länger dauern, als in Jahren mit kaltem Klima.
Im Kalenderjahr 2010 wurden rund 33.500 Tonnen Rosenkohl aus EU-Ländern (allen voran die Niederlande und Belgien) importiert. Die Ausfuhr betrug nahezu 1.550 Tonnen, insbesondere nach Italien, Schweden und Österreich.
In der Kalenderwoche 4 dieses Jahres kostete ein Kilogramm Rosenkohl aus Deutschland an inländischen Großmärkten im Durchschnitt 1,10 Euro. Anfang des Jahres waren es knapp 1 Euro.
Wochenaktuelle Daten von der BLE
Wissenswerte Zahlen und Fakten über Großhandelspreise und -mengen zu Rosenkohl sowie anderem Obst und Gemüse liefert der wöchentliche Markt- und Preisbericht der BLE. Die Datengrundlage bilden stets aktuelle Zahlen der deutschen Großmärkte. Der Bericht kann auf www.ble.de in der Rubrik "Marktangelegenheiten" unter "Marktbeobachtung Obst und Gemüse" kostenlos als Newsletter abonniert werden. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Daten und Fakten zu Obst und Gemüse in der Rubrik "Gartenbau" auf www.bmelv-statistik.de.
