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Internationaler Kongress "Hidden Hunger"

Weltweit griff erstmals ein internationaler Kongress das Thema Hidden Hunger - "Der verborgene Hunger" auf. An der Universität Stuttgart-Hohenheim drehte sich vier Tage lang alles um das Thema Welternährung.

Das Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft der Universität Stuttgart-Hohenheim hatet internationale Wissenschaftler sowie Experten aus Politik, Management, Verwaltung und Nicht-Regierungs-Organisationen vom 6. bis 9. März 2013 auf den Campus der Universität Stuttgart-Hohenheim eingeladen. Gemeinsames Ziel der Forscher war es, Ursachen und Folgen des verborgenen Hungers darzustellen und diese Politik und Gesellschaft bewusst zu machen. Außerdem erarbeiteten sie, mit welchen Strategien sich verborgener Hunger langfristig an der Wurzel bekämpfen lässt.

Vernetzung im Kampf gegen den Hunger

Die Unterversorgung mit lebenswichtigen Mikronährstoffen ist ein global verbreitetes Problem, dessen Auswirkungen auf die Gesundheit oft übersehen und unterschätzt werden. Dies betonte BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden in seinem Grußwort zur Eröffnung des Kongresses. Im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sei man sich der globalen Dimension der Folgen von Fehl- oder Mangelernährung und dem Stellenwert einer ausgewogenen, vielseitigen und gesunden Ernährung bewusst. Es erfolge eine intensive Unterstützung ernährungsbezogener Initiativen der Welternährungs- und Weltgesundheitsorganisation sowie der Scaling-Up-Nutrition-Initiative (SUN). Eiden stellte zudem heraus, dass es die gemeinsamen Anstrengungen der inzwischen über 30 Staaten dieser Welt sind, die über die Grenzen einzelner Politikbereiche hinweg ihren Beitrag zu nötigen und wichtigen Fortschritten leisten.

Mann am Rednerpult Hidden HungerBLE-Präsident Eiden begrüßt die Teilnehmer des Kongresses "Hidden Hunger" © BLE

Rolle der Landwirtschaft

Der Kongress bietet, so Eiden, die Chance, das große Engagement für die Bekämpfung des "Hidden Hunger" unter Beweis zu stellen, das von vielen Gruppen und Einrichtungen ausgeht. Das Netzwerk aus relevanten wissenschaftlichen Institutionen, Wirtschaftsunternehmen und zivilgesellschaftlichen Gruppen mit Partnern aus aller Welt müsse das Ziel haben, Bewusstsein für das globale Problem des verborgenen Hunger zu schaffen sowie Strategien und Lösungsansätze aufzuzeigen. Eine herausgehobene Rolle komme hierbei dem Agrarsektor zu. Die Förderung von Landwirtschaft und der ländlichen Strukturen sind dabei wesentliche Faktoren. Im Kern gehe es darum, die Bemühen um eine verbesserte Ernährung mit dem Kampf um die Sicherung der Welternährung zu verbinden.

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