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Internationale Arbeitstagung Qualitätskontrolle: Beeren, Pilze und Pfirsiche sowie Apps für Verbraucher

Vom 25. bis 27 Februar trafen sich 215 Kontrolleure staatlicher und privater Kontrollstellen zu ihrer 29. Internationalen Arbeitstagung Qualitätskontrolle Obst und Gemüse in Bonn. Thema unter anderem: verzehrfertige Ware und Apps für Verbraucher.

Aus 15 EU-Mitgliedstaaten und Lieferländern wie Chile, Ghana, Malaysia, und den USA waren über 200 Gäste der Einladung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nach Bonn gefolgt. Drei Tage diskutierten sie über die Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse und aus aktuellem Anlass auch über die Sicherheit von Lebensmitteln.

Zügiger Informationsfluss gefordert

Volker Raddatz, Leiter der Abteilung "Genehmigungs- und Kontrollverfahren, Wissensmanagement, Planungsgrundlagen" in der BLE, unterstrich die Wichtigkeit einer aktiven und gut vernetzten Kontrolle, um falsche Ursprungsangaben ebenso aufzuspüren und zu ahnden wie innere Mängel. Dem schloss sich Armin Döhler, Leiter der Abteilung "Vollzug, Agrarrecht und Förderung" im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bei seiner Eröffnungsrede an. Die Verbraucher wünschten sich Vielfalt und Qualität, aber auch Sicherheit bei ihren Lebensmitteln.

Teilnehmer der Arbeitstagung Qualitätskontrolle Arbeitstagung© BLE

Reife Kiwis und Produktinformationen aufs Handy

Zum Thema "Reife und Kommunikation" stellte Sophie Bliedung von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ein Projekt vor, bei dem Produkte wie Kiwis auf den Punkt gereift angeboten und die Verbraucher am Point of Sale (POS) zusätzlich mit Informationen versorgt werden. Gerade bei Kiwis gibt es Defizite in der Geschmacksqualität, die mit Beachtung des Erntetermins, der richtigen Nacherntebehandlung und einer Sortierung nach Reifegrad zu vermeiden wären. Dr. Martin Geyer vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) arbeitet an einer App, die Informationen zu Produkt, Anbau, Erzeuger, Haltbarkeit und Verwendung bereitstellt. Ein besonderes Highlight versprechen Haltbarkeitsprognosen – je nach Lagerung im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur.

Mann am Rednerpult mit Mikrofon Qualitätskontrolle ArbeitstagungVolker Raddatz, Abteilungsleiter in der BLE © BLE

Beeren, Pilze und Pfirsiche: Was es zu beachten gibt

Weitere Themen der Internationalen Tagung waren die Warengruppen Beeren, zu denen es für die richtige Reife Empfehlungen zu Sortenwahl, Regenüberdachung und tägliche Pflücke gab, sowie Kulturpilze und Ananas. Auch hier ging es um den Aufwand, der für eine gute Qualität betrieben wird. Ein Bericht aus Ghana zeigte, welche Anstrengungen aufstrebende Exportländer unternehmen, um Märkte zu erobern und auszubauen. Aus französischer, spanischer und chilenischer Sicht beleuchteten die Experten zudem die Produktion und Qualität von Pfirsichen und Nektarinen. Ein Pfirsich ist zum europäischen Markt rund 30 Tage unterwegs. Damit er dort noch in Top-Qualität ankommt, sind Produktkenntnisse enorm wichtig.

Kontrollschwerpunkte im Jahr 2012

Auch das Thema Kontrolle kam auf der Tagung nicht zu kurz. Von den Teilnehmern vorab eingereichte Fragen wurden vom Arbeitskreis Qualitätskontrolle bei Obst, Gemüse und Spei-sekartoffeln beantwortet. Zum Abschluss berichteten Vertreter aus Deutschland, Spanien, Großbritannien und Marokko von den Kontrollschwerpunkten im Jahr 2012. Stichworte waren dabei die Ideen zu einer einheitliche Auslegung der allgemeinen Vermarktungsnorm sowie ein Leitfaden zur Durchführung von Konformitätskontrollen.

Fragen und Antworten zur Anwendung von Vermarktungsnormen und Kontrolle finden sich hier:

http://www.ble.de/DE/02_Kontrolle/01_Qualitaetskontrolle/02_Vermarktungsnormen/vermarktungsnormen_node.html

Zusammenfassungen aller Vorträge werden unter folgendem Link veröffentlicht: