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1.000 mal "Ich kann was tun"

Der Klimaschutz-Tag in Kastellaun machte Lust auf Zukunft

Am 3. und 4. Juli 2010 konnten sich die Besucher auf dem Klimaschutz-Tag in Kastellaun intensiv über das Thema Bioenergie informieren. Der TV-Journalist Franz Alt sprach sich für eine verstärkte regionale und erneuerbare Energiegewinnung im Kampf gegen den Klimawandel aus. Die Veranstaltung wurde vom Pflanzen-Energie-Zentrum (PEZ) in Kooperation mit der Bioenergieberatung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) organisiert.

Bei hochsommerlichen Temperaturen lockte der erste Klimaschutz-Tag am ersten Juli-Wochenende rund 1.000 Besucherinnen und Besucher nach Kastellaun. Unter dem Motto "Klimaschutz-Tag – Ich kann was tun!" informierten über 30 regionale Firmen rund um das Thema Bioenergie. Neben zukunftsweisenden Heiz- und Dämmsystemen wurden auch alternative Methoden der Energiegewinnung gezeigt.

Die BLE informierte an ihrem Stand über die Möglichkeiten und die Herausforderungen der Bioenergieerzeugung. Dort wurde unter anderem Kindern mit Hilfe eines Modells die Wirkungsweise einer Biogasanlage erläutert. Eine Vortragsveranstaltung am Samstag befasste sich mit den Themen Erneuerbare Energien, Technik, Heizen mit Holz, Energiesparen sowie mit der Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung.

Klimaschutz betrifft jeden

TV-Journalist Franz Alt machte mit seinem Vortrag "Wir leben bereits im Treibhaus!" deutlich, dass Klimaschutz und die Folgen des Klimawandels jeden Einzelnen konkret betreffen. Er bezeichnete den Klimawandel als eine völlig andere Herausforderung als die aktuelle Finanzkrise: "Wenn das Klima kippt, dauert es Jahrtausende bis alles wieder im Lot ist. Regionale Energiegewinnung zum Beispiel durch Photovoltaik oder energetische Nutzung der Biomasse sind die ideale Idee zur Lösung globaler Energie- und Wirtschaftsprobleme", erklärte Franz Alt.

Nach UN-Angaben gebe bis zum Jahr 2050 weltweit mehr als 200 Millionen Klimaflüchtlinge, daher gelte es jetzt mehr denn je die Klimaprobleme durch intelligente und innovative Systeme zu lösen und die Wertschöpfung in den Regionen zu belassen. "Die Lösung unseres Energieproblems steht am Himmel. Solare Energiesysteme müssen endlich in die Hand genommen werden", so Alt weiter. Schließlich schreibe die Sonne den Verbrauchern keine Rechnung.

Bioenergiegewinnung stärkt Regionen und verhindert Importabhängigkeit

Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, stellte die Chancen und Risiken der Energiepflanzenproduktion in der Landwirtschaft vor. Dabei betonte sie die Bedeutung nachhaltiger Produktionsverfahren, um die globalen Herausforderungen wie Klimaschutz und den Kampf gegen den Hunger. "Bis 2050 muss der Flächenertrag um bis zu 70 Prozent gesteigert werden, um die dann neun Milliarden Menschen zu versorgen", ermahnte Julia Klöckner. Die Bioenergiegewinnung verhindere die Abhängigkeit von Importen und leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Der Klimaschutz in Rheinland-Pfalz stand im Mittelpunkt des Vortrages von Staatssekretärin Jacqueline Kraege, Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz. Sie stellte sektorspezifische Anpassungsmaßnahmen und eine Verringerung der Treibhausgase als Antworten auf den Klimawandel vor.

Mehrere stehende Personen in einem ZeltParlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner und Mitarbeiter der BLE © BLE / Tassilo v. Leoprechting

PorträtFranz Alt: Die Sonne schreibt keine Rechnungen © BLE / Tassilo v. Leoprechting

Zwei Jungen an MikroskopenVom Forstamt Kastellaun: Eine Entdeckungsreise in den Mikrokosmos des Waldes © BLE / Tassilo v. Leoprechting

GruppenbildBesucher vor dem Infostand der BLE © BLE / Tassilo v. Leoprechting

Die Pressemitteilung als PDF-Datei:
1.000 mal "Ich kann was tun"

Erscheinungsdatum:  06.07.2010