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Open Data

Gehen Open Data und Verwaltung zusammen? Eine Frage, die viele Facetten hat und verschiedene Gebiete betrifft. Die BLE nimmt sich der Frage an und bündelt vorhandenes Wissen über Vorgehen, Methoden und Werkzeuge. So können das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), sein Geschäftsbereich und die Partner der BLE davon profitieren.

Open Data bedeutet kurzgefasst, Daten maschinenlesbar zur Verfügung zu stellen. Maschinenlesbar bedeutet, dass eine Software die bereitgestellten Daten "selbständig" verarbeiten kann. So können Dienste entwickelt werden, die diese Daten zum Beispiel geschäftlich nutzen.

Eine Software ist aber immer nur so selbständig, wie der Mensch sie vorher dazu in die Lage versetzt hat. Also je umfangreicher Daten mit Metadaten beschrieben sind, umso mehr kann eine Software die jeweils benötigten Metadaten zusammenstellen.

Die weit gefasste Bedeutung von Open Data ist, dass Daten grundsätzlich öffentlich zugänglich sind, also ohne einschränkende Eigentumsrechte, technische Hürden wie zum Beispiel Excelformat oder Anforderungen des Datenschutzes.

In beiden Lesarten ist es nötig, dass die betrachteten Daten aufbereitet werden. Sie müssen maschinenlesbar gemacht werden. Das bedeutet, sie müssen von einschränkenden Rechten wie beispielsweise engen Lizenzen und technischen Hürden wie dem Excelformat befreit werden. Ist das vollbracht, müssen die Metadaten zu einem Datensatz standardisiert werden. Nur wenn die Software die Standards verstehen kann, mit denen ein Datensatz beschrieben ist, kann es diese Spielregeln anwenden und die Daten nutzen.

Einheitlichkeit: Standards erwünscht

Welche Standards gibt es? Für die öffentliche Verwaltung ist GovData (govdata.de) eine Plattform, auf der sie die Meta-Daten zu ihren geöffneten Daten einstellt. Dabei hat man sich auf einen Standard geeinigt, nach dem die Metadaten strukturiert und befüllt werden.

Zu der Plattform govdata.de gibt es einen Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Open-Data-Charta der G8, den die BLE sowie das BMEL in ihren Bereichen umgesetzt haben. So hat die BLE mit open-data.ble.de ein eigenes Angebot, das technisch ähnlich ist wie govdata.de und das die geöffneten Daten der BLE anbietet. Eine Vernetzung mit anderen Datenportalen wird angestrebt.

Vernetzen schafft Mehrwert

Linked Open Data sind eine Teilmenge von Open Data. Der Fokus liegt hier mehr auf den technischen Möglichkeiten: Ein Datensatz liegt maschinenlesbar vor, ist frei von Rechten und ständig online verfügbar. Zugleich ist der Datensatz verlinkt mit thematisch verwandten anderen Datenbanken. Diese Verlinkungen sind nicht nur redaktionell hergestellt, sondern auch semantisch so präzise beschrieben, dass eine Software selbständig den Kontext erkennen und in andere thematische Bereiche wechseln kann beziehungsweise sich passende Daten aus anderen Zusammenhängen holen kann.

Auf diesem Weg können Daten neu zusammengestellt und kombiniert werden. Die Wirtschaft kann neue Anwendungen entwickeln und ursprünglich nur für einen Zweck erzeugte Daten können erneut genutzt werden.

Wissenschaft, Geodaten, Statistiken

Die öffentliche Verwaltung erzeugt Daten (Statistiken), lässt Daten erzeugen (Wissenschaft) und macht die Erdoberfläche und ihre Phänomene digital erfassbar (Geodaten). Das alles geschieht (auch) mit öffentlichen Mitteln. Daraus lässt sich der Anspruch ableiten, die so erzeugten Daten zu öffnen, weil die Allgemeinheit die Erhebung finanziert hat.

Die Bereiche haben sich unterschiedlich schnell entwickelt: Bei den Geodaten ist die Standardisierung und Lizensierung fortgeschrittener da wirtschaftliche Interessen klar formuliert werden. Bei den Verwaltungsdaten besteht höheres Interesse von Nicht-Regierungsorganisationen und bei den Wissenschaftsdaten entwickelt sich die Kultur des Öffnens vornehmlich auf europäischer Ebene.