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Schritte zum weiteren Ausbau der Deutschen Genbank Zierpflanzen

Rund 90 Experten berieten am 24. und 25. November 2009 auf einem Symposium der BLE in Bonn über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen von Zierpflanzen.

Julia Klöckner am Rednerpult vor einem WandbildschirmJulia Klöckner während ihres Grußworts zur Eröffnung des Symposiums in Bonn. © BLE- von Leoprechting

Das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) organisierte Symposium wurde durch Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, eröffnet. Die Teilnehmer aus Wissenschaft, Verwaltung, Gartenbau, Pflanzenzüchtung, Botanischen Gärten, Verbänden und Liebhabergesellschaften berieten über den weiteren Ausbau der Deutschen Genbank Zierpflanzen.

Die Deutsche Genbank Zierpflanzen ist als dezentrales Genbanknetzwerk konzipiert und wird von der BLE koordiniert. Bisher gibt es eine Genbank für Rosen, koordiniert durch das Europarosarium in Sangerhausen, und ein im Aufbau befindliches Genbanknetzwerk für Rhododendron mit ca. 30 Partnern, koordiniert durch die Landwirtschaftkammer Niedersachsen in Bad Zwischenahn und den Rhododendronpark in Bremen.

BLE-Präsident Dr. Robert Kloos am RednerpultBLE-Präsident Dr. Robert Kloos begrüßte im Rahmen seiner Eröffnungsrede die Teilnehmer des Symposiums. © BLE - von Leoprechting

Erhalt des kulturellen Erbes – Wichtige Zukunftsaufgabe

Einigkeit bestand bei den Teilnehmern darüber, dass der Erhalt bedeutender Zierpflanzensammlungen von Wildarten sowie vor allem auch alten Populationssorten als kulturelles Erbe und nachhaltig nutzbare Ressource eine wichtige Zukunftsaufgabe ist. Herausgestellt wurde das große Engagement der zahlreichen Pflanzenliebhaber in unserem Lande, die dafür eine größere öffentliche Wertschätzung erfahren sollten.

Ein wichtiges Ergebnis des Symposiums war, dass beim weiteren Ausbau der Deutschen Genbank Zierpflanzen angesichts der immensen genutzten Arten- und Sortenvielfalt Prioritäten festgelegt werden müssen. Die Erhaltungsstrategien müssen dabei für die sehr unterschiedlichen Zierpflanzenarten, ihre Vermehrungsarten sowie die Nutzungs- und Produktionsrichtungen entsprechend differenziert werden. Dafür lieferten die Fachvorträge wichtige Hinweise. Eine Arbeitsgruppe soll eingesetzt werden, um nun die weiteren Schritte zu prüfen. Viele Experten erklärten sich auf dem Symposium zur Mitarbeit bereit.

Flyer zur Veranstaltung

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