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Welternährung und Internationale Zusammenarbeit

Die BLE verstärkt ihr Engagement im Bereich Welternährung angesichts der großen Herausforderungen durch eine immer weiterwachsende Weltbevölkerung. Dafür wurde in der BLE das Referat "Internationale Zusammenarbeit und Welternährung" gegründet, welches die verschiedenen BLE-Aktivitäten der internationalen Zusammenarbeit bündelt.

Das Thema Welternährung rückt – nicht zuletzt aus dem starken Anstieg der Nahrungsmittelpreise in den Jahren 2008 und 2010 sowie der weltweit geführten "Tank oder Teller-Debatte" um die Zukunft der Bioenergie – verstärkt ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit.

Das Ziel der Millenniumserklärung, die Zahl der Hungernden gegenüber 1990/1992 bis 2015 auf etwas über 400 Millionen Menschen zu halbieren, wird aller Voraussicht nach nicht erreicht. Derzeit leiden etwa 842 Millionen Menschen Hunger. Vor dem Hintergrund des Wachstums der Weltbevölkerung, der Verknappung der Ressourcen, der Veränderung der Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern, der fortschreitenden Zerstörung von Lebensräumen in Entwicklungsländern und der Zunahme der Produktionsrisiken durch den Klimawandel könnte sich die Problematik der Sicherung der Welternährung in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

Um diese Situation zu verbessern, will auch die BLE verstärkt zur Verbesserung der Welternährungssituation beitragen. Dies soll nicht zuletzt auch durch das Engagement des Referates "Internationale Zusammenarbeit und Welternährung" forciert werden.

Die Aufgaben der BLE auf diesem Gebiet umfassen unter anderem

  • Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie nationaler und internationaler Gremien und Netzwerke in allgemeinen Fragen der internationalen Zusammenarbeit und der Welternährung,
  • Informations- und Wissensmanagement für die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Agrarforschung, Welternährung und Entwicklung ländlicher Räume,
  • Managementaufgaben des Bilateralen Treuhandfonds des BMEL bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO),
  • die Durchführung des Wissenschaftleraustausches aufgrund bilateraler Abkommen und
  • Forschungskoordination im Bereich Welternährung (ERA-ARD)
  • die Vermittlung deutscher Fachkräfte und sogenannter Associate Professional Officer (APO) zur FAO,
  • Ständiges Sekretariat des Internationalen Seminars für Landjugendarbeit (Herrsching) und
  • Beteiligung an der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Biologische Vielfalt und Genetische Ressourcen.